Die Gewässer des Landes.
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Gewässer/ in welche sie ablaufen/ mehr zurückgehalten/ und daherselbst erhöht. In Gegenden/ wo eine sehr hohe Sand- oder zer-klüftete Kalksieinlage auf den Thon- oder Urgebirgsschichten ruht/giebt es entweder keine Brunnen/ und man muß sich mit dem inCisiernen aufbewahrten/ aus der Atmosphäre gefallenen Wasserbegnüge»/ wie z. B. in der rauhen Alp/ an eiuigcn OrtenBayerns re. oder sie werden nur in sehr großer Tiefe gefunden. —Quellen/ welche aus niedergeschlagenem Dampfe entstehen/ aberdeßhalb nicht immer heiß sind/ sind z. B. die von Dolomieu ineiner Grotte auf Pantellaria entdeckte/ eine auf Stromboli auseinem Schlacken- und Aschenhügel entspringende/ eine auf demBerge Calogero auf Sizilien rc. also stets in vulkanischen Gegen-den. — Die Waffermcnge der Quellen ist höchst ungleich. Vieledringen nur in schwachen Strahlen hervor; der Hexenbrunnenam Brocken liefert hingegen 1440/ der Karlsbader Sprudel 84sc>Kubikfuß täglich/ die 16 Quellen zu Baden--Baden 7vk/j Fuderin einem Tage rc. — Das Quellwasser enthält meistens erdige/vegetabilische/ animalische Substanzen/ die theils mechanisch ihmbeigemengt (so erdige Theile/ kohlensaurer Kalk/ Kalksalze)/theils in ihm aufgelöst sind/ wie Kochsalz/ Salpeter/ bisweilenetwas Alaun/ oder ihm adhäriren/ wie atmosphärische Luft/kohlensaures GaS re. Die Wasser mit viel kohlensaurem Kalk/Kalksalzen und manchmal etwas Erdharz geben die sogenann-ten harten/ Pfannenstein absetzenden Wasser; so die meistenQuellen um Bern. Ganz reines Wasser ist fade/ und wird wohl-schmeckender und gesünder durch etwas Kochsalz oder Kohlensäure.—In den eigentlichen Mineralwässern sind die anorganischenStoffe reichlich vorhanden. Muncke (phys. Geogr. S. 286 ff.) unter-scheidet von ihnen <) Kohlensäuerliche; kalter Säuerling in Karls-bad/ Schwalhcimcr Wasser/ berauschende Quellen auf Island.2) Alkalische; zu Karlsbad/ Eger/ Töplitz/ Pyrmont/ Selters rc.n) Stahlwafftt; Pyrmont/ Spa«/ Wildlingen rc. 4) Muriatische;Baden-Baden/ Wiesbaden. 5) Salzquellen; sehr zahlreich / erhaltenihr durch Sieden gewonnenes Kochsalz von mächtigen Salzlager»/zu denen das atmosph. Wasser hcrabsinkt/ sie auflöst/ und nachhydrostatischen Gesetzen wieder emporsteigt. 6) Bitterwasser; Seid-schützer/ Elshamcr in Surrey. 7) Schwefclwaffer; Aachen/ Ga-steincr Wildbad/ Abachep/ Baden bei Wien. 8) Salpetrige Was-ser; vorzüglich in Ungarn. 9) Scifenartige; bei Plombi°reS/Gchlangenbad/ Moschinger Gesundbrunnen, to) KupferhaltigcCemcntwasser; Neusohl/ Altenberg im Erzgebirge/ Fahlun/ Lan-kasicr in Pensylvanicn rc. t t) Alaunwasser; bei Bath und Krems.t2) Erdharzige; bei Bak»/ Kabul, ts) Znkrustirende Quellen/Kalk- und Kicselsintcr absetzend; Karlsbad/ schon in einem Tage