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Chem. Wechselwirk. d- Organismen u. d. Außenwelt.
stoffverbindung wieder aus dem Körper; bet normalem Gesundheits-zustand wird der ausgetretene Kohlen- und Wasserstoff wieder ersetztdurch die Speisen; eS ist nun klar, daß die Menge von Nahrung,welche ein thieriscber Organismus bedarf, in geradem Verhältnißzum aufgenommenen Sauerstoff steht; je stärker derselbe athmet,desto mehr bedarf er Nahrung. (Darum bedürfen Kinder öfter undverhällnißmäßig mehr Nahrung, als Erwachsene; Vogel mehr alsSäugthiere; bei Arbeit bedarf man mehr als in der Ruhe). Weilaber die Brusthöhle eine bestimmte Capazität hat, so kommt eS auchauf die Temperatur der Luft an; athme ich in warmer, alsomehr ausgedehnter Luft, so nehme ich bei gleichem Volumen wenigerSauerstoff auf; in der Kälte athmen wir mehr kohlensaures Gasaus, müssen also wieder mehr Kohlenstoff (in den Speisen) zu unsnehmen: im Winter mehr als im Sommer, in Norwegen mehr alsin Italien. Der Südländer bedarf weniger Kohlenstoff bei gleichemVolumen der Speisen, als der Nordländer; daher enthalten frischeFrüchte nicht über >2 Proz-, Speck und Thran aber ss-80 Proz.Kohlenstoff — Die Wechselwirkung der Bestandtheile der Speisenund der durch die Blutcirkulation im Körper verbreitete Sauerstoffist die Quelle der thierischen Wärme. Alle lebenden Wesen,welche Sauerstoff einsaugen, besttzen eine sclbstständige Wärmequelle,.also der Mensch, die Thiere und beim Keimen, Blühen, Fruchtreifenauch die Pstanze». Nur jene Theile des Thieres, zu welchen arte-rielles Blut gelangt, entwickeln Wärme; diese entsteht immer undüberall durch Verbindung einer brennbaren Substanz mit Sauerstoff-Die Grade der freigcwordenen Wärme nehmen mit der Menge desdurch das Athmen aufgenommenen Sauerstoffes zu. Ein Kind istwärmer (88°) als ein Erwachsener (37,z°), ein Vogel wärmer (ä>°)als «in Säugethier (38«) oder Fisch und Amphibium (2°). Alle Thiere,sagt Liebig, sind warmblütig, allein nur bei denen, welche durchLungen athmen, ist die Eigenwärme ganz unabhängig von der Tem-peratur der Umgebung. Die Temperatur des Menschen ist in denverschiedensten Klimaten stets die gleiche; gleich beim Polar- undbeim Südländer. Der in beiden Fällerr so ungleich große Wärme-ersatz wird durch die Wechselwirkung der Bestandtheile der Speisenbewirkt, die sich mit dem eingeathmcten Sauerstoff verbinden, — sodaß zuletzt der Thierkörper sich wie ein Ofen verhält, der mit Brenn-material versehen wird. Die nordischen Raudtbiere stnd viel gefrüs-stqer als die südlichen. Je wärmer man sich kleidet, desto mehr ver-mindert sich daS Speisenbedürfniß. Nimmt man mit Lavoister undSeguin an, sagt Liebig. daß der erwachsene Mensch täglich 25 LothSauerstoffgaS — ä5037 Kubikzoll ^ 1566, Gran in sich aufnimmt,(nach Lavoister nimmt ein Erwachsener jährlich 7«ä Pfund, nachMenzies 837 Pfund SauerstoffgaS auf) und daß seine Blutmaffe