Band 
IV. oder Supplementband.
Seite
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228 Anhang zum sechsten Buch.

Sä Pfund bei 80 Proz. Wassergehalt betrage, so sind zu einer völli-gen Verwandlung des Kohlenstoffes und Wasserstoffes im Blute, inKohlensäure und Wasser 66040 Gran Sauerstoff nöthig, die in vierTagen, 5 Stunden aufgenommen werden- ES muß also einemmenschlichen Körper in ä Tagen, s Stunden so viel an Kohlenstoffund Wasserstoff in seiner Nahrung wieder zugeführt werden, alsnöthig wäre, um 24 Pfund Blut mit diesen Bestandtheilen zu ver-sehen. Bet Enthaltung aller Speisen wird dennoch durch das Ath-men aus der atmosphärischen Luft Sauerstoff aufgenommen undKohlenstoff und Wasser auSgeathmet; aber mit der Dauer des Hun-gerS vermindert sich der Kohlenstoff und Wasserstoff des Körpers.Zuerst schwindet das Fett, aber nicht durch la-r-, oder Harn; seinKohlenstoff und Wasserstoff haben zur Respiration gedient und sindals Sauerstoffverbindung durch Haut und Lungen ausgetreten. EinKranker, der nicht schlingen konnte, verlor in einem Monat übertoo Pfund seines GewichtS; ein i60 Tage verschüttetes Schwein ver-lor 120 Pfund. Nach dem Fette verschwindet im Hungernden nachund nach aller lösliche fette Stoff; zuleht nehmen die Bestandtheileder Gehirnes Antheil am OxydalionSprozcsse; cS erfolgt Wahnsinnund Tod. In allen chronischen Krankheiten erfolgt der Tod eben-falls durch die Einwirkung der Atmosphäre. — In manchen Krank.heitSzuständen erzeugen sich nicht assimilirbare Stoffe, die dann durchbloße Enthaltung von Speisen, mit Sauerstoff verbunden aus demKörper entfernt werden; dieß-ist die heilsame Wirkung strengerDiät. So wie die Funktion der Haut und Lunge gestört wird,erscheinen kohlenreicherc Substanzen im Harn uns färben ihn braun.Die Respiration ist das Gewicht, welches das Uhrwerk in Bewegungerhält; die Athemzüge sind die es regulirendcn Pendelschläge. ImSommer herrschen bei uns die Leber- oder Kohlenstoffkrankheiten,im Winter die Lungen- oder Sauerstoffkrankheiten vor. — Nachden Versuchen von DeSvcey entwickelt i Loth Kohlenstoff bei seinerVerbrennung so viel Wärme, daß damit los Lotb Wasser auf 75°erhöht werden können, im Ganzen also 105 -s 75 — 7875« Wärme.Angenommen, daß die Ausdünstung durch Haut und Lungen in 2 äStunden 48 Unzen betrage, so bleiben, die hiczu nöthige Wärmeabgezogen, 162093» Wärme, welche durch Strahlung, Erwärmungder auSgeathmeten Luft, f»°ccr und Harn aus dem Körper treten.Nach Liebig tragen die Nerven zur Erzeugung der thierischen Wärmegar nichts bei. Die Kontraktion der Muskeln erzeu.il Wärme; diehiczu nöthige Kraft äußert sich durch die Organe der Bewegung,die sie durch einen Stoffwechsel empfangen. Die letzte Ursache dererzeugten Wärme kann natürlich nur dieser Stoffwechsel sei». (DurchAuflösung eines Metalls in einer Säure entsteht ein elektr. Strom,durch einen Drath geleitet, wird dieser zu einem Magnet, durch den