Die Anaphytosc -er Pflanzen.
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«Ueberall tritt uns eine ewige Wiederholung derselben äußernPflanzentheilc, die sich selbst und dem Ganzen gleich sind, vorAugen, und das Gesetz dieser Wiederholung regiert das ganzePflanzenwaebStbum." Dieß nennt Schultz Anaphytosc; lebendeWiederholung derselben Theile beim Wachsen und beständige Selbst.Verjüngung der Pflanzen. Hicdurch verlängert, verzweigt, vermehrtsich die Pflanze ins Unendliche fort, und jeder Theil ist wieder demGanzen gleich. Dieß geschieht in Absätzen, in Gliederung; diePflanzenqlieder nennt Schulz Anaphyta. Die Anaphyta sind es,welche unter verschieden metamorphvsirtcn Formen erscheinen undso sich in der Wurzclbildung, Rhizomenbildnng, Etengclbildung,Blockbildung. Knospen, und Zwicbelbildung wiederholen. Nicht aufStengel- oder auf Blattbtldung müssen die metamorphosirtenTheile zurückgeführt werden, sondern auf das Gemeinsame, Höhere,die Anaphyta >. c. zr ff. „Das ganze Pflauzenleben schließt sichin jedem Anaphylum ab und wiederholt sich in jedem'von Neuem,und zwar auf gleiche Weise in Wurzel, Stengel, Blättern. JedesAnaphytum ist daher fähig. wieder s-ineS Gleichen zu produzircn,sich selbst und die ganze Pflanze durch Wachsthum zu wiederholen;also Blätter- und Wurzeltriebe zu bilden, überhaupt zu keimen undfvrtzuwachsen. I c. 4 s. Die Blumen sind eben so wenig, als alleAnaphyta der Pflanze, Theile oder Organe derselben, sondern viel-mehr selbstständige Wiederholungen individueller Glieder inneuer Gestalt. „Die Natur der EnanapbytosiS, als einer Qualitäten«zeugung, wobei die individuellen Formen schwinden, macht es er-klärbar, wie nunmehr die Blumen-Anaphyta (Enanapbyta) sich ganzanders in Bezug auf ihre Funktionen verhalten werden, als die in.divibuelle» Anaphyta. Anstatt daß sich in jedem individ. Anaphytoualle Funktionen des ganzen Individuums wiederholen, trete» viel-mehr in den Enanaphyten ganz neue Funktionen, die der Besruch.lung aus; die Enanapbyta werden hicdurch zu wahren Organen,zu Organen des Gesch lech tS." (ES wären also dieses die ein-zigen Organe an der Pflanze.) I c. 82 ff. „Das Pflanzenreich istin mancher Rücksicht die organische Urbildung, von der aus sich dasTbierreich erbebt, und so biloen denn auch die allgemeinen Gesetzeder Vegetation noch die Grundlagen. welche sich in der Tbierorga-nisation wiederholen und in neuen Formen weiter bilden. Zu diesenGrundlagen gehört vor allen Dingen ein Analogo» der Anaphytoscim Thierreich, dessen Ausdruck wir in dem Wachsthum und derStammdildung der Polypen, in der Gliederung der Glirderthiereund in der Wirbelbildung der höher» Thiere finden." I- c. 85 . „DieThiere und der Mensch wiederholen den Gegensatz von Aufleben undAbsterben, dessen Einheit die Verjüngung im Ganzen bildet, in allenihren innern Organen, und diese werden daher kontinuirlich aufgelöst
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