Band 
IV. oder Supplementband.
Seite
259
JPEG-Download
 

Farbstoff«. Selbsttheilung bei Pflanzen. L89

in Reuholland sollen die meisten Bäume jährlich die Rindeverlieren, aber die Blätter behalten. Zu S. rss, Z. 12: Vergl.A. B. Reichenbach, die Psianzenuhr rc. Leipz- 1840. —Anm. zu S. 30l, 3. i7: *) Vergl. hier auch Hove'S Untersuch.Er nimmt in den Pflanzen 2 verschied, färbbare Stoffe, 2 Arten vonChromogen an, von denen der eine, Erythrogen, mit Säurenrothe Verbindungen bildet, der andere, Xanthogcn, mit Alkaliengelbe Färbefioffe darstellt; diese beiden Stoffe kommen in rothen undblauen Blumen, sowie in den Blättern mehrerer rothgefärbtenPflanzen zusammen vor; alle grünen Blätter, alle weißen undgelben Blumen und weißen Früchte enthalten nur Panthogen; Lak-muS enthält viel Erythrogen, aber kein -kanthogen; die verschieden-farbigen Chromülen (Pigment-Körperchen) können im Allgemeinen fürbesond- vegetabil Bestandtheile od- eigenthümlich gefärbte Compositagellen, die zuweilen mit Chromogen innig vermischt oder chemisch ge-bunden, zuweilen aber von demselben frei sind; sie sind auch dann undwann, jedoch nicht häufig, Zusammensetzungen von Chromogen mit Alka-lien oder Säuren. (Ibe Läinlr. nev kkil. 4vurn. äuli—Od. 1836.)—Anm. zu.S. 301, Z. 1t v. u.: *) Daß Pflanzen, oder Hflanzen-thcile durch Selbsttheilung sich vermehren können, läugnet Ehrcn-berg mit Unrecht; alle Pflanzenentwicklung gesteh« nur durch Verlän-gerung u. KnoSpenbildung; die (vermeintl.) Theilung sei nur eine Ab-lösung von Knospen. E. setzt in die Unfähigkeit der Pflanzen , sichdurch Sclbsttheilung zu vermehren, ein Unterscheidungsmerkmal der-selben von den Thieren. Bericht üb. d. zur Bekanntmach, geeign.Verhandl. d. k- pr-Akad 1836, S. 84. Meyer hingegen behauptetin seiner Pflanzenphys. lll., 44o, daß sehr viele Pflanzen und selbstPflanzenzellen sich durch Theilung vermehren; so die Clostertcn,(welche freilich Ehrenberg zu den Infusorien rechnet), Palmellen,Oszillatorien, Nostochinen, Fadenpilze. Die.Samen der Moose undLebermoose entstehen nach ihm ebenfalls durch Abschnürung vo»größern Multersamen; manche Conferven, niedere Pilze vermehrensich durch Abschnürung des fadenförmigen Schlauches- — Zu S-3V2, Z. 6 v. u. Ueber die Zunahme der Bäume in der Dicke s.van Hall's Abh. in Fror. N. N. 802. — Anm- zu S- 307, Z. 14.C. F. Wolff betrachtete noch den Pollen sehr irrig als NahrungS«stoff, die Befruchtung als Ernährung; die Blättchen der plumul-.würden aus dem nährenden Pollen gebildet, wie die gewöhnlichenBlätter durch den aus der Erde angezogenen Stoff. — S- 308, Z. 4schalte ein: Bei OoIIiimoniu cunutlonsis beugt sich der.Griffelzuerst zum einen, nach einiger Zeit zum andern Staubbeutel.Darwin will bei einem Exemplar beobachtet haben, daß dasPistill, die eigenen Antheren vernachläsßgend > sich zu denen