260 Siebentes Buch. Von d Organismen d. Plastizitäl-c.
eines andern Individuums derselben SpezieS hinkrümmte. D.'SAbhandl.,'übcrs. v. Crome I, 156. Bei Lupomulirr laurinaum Port Jackson zernagen Insekten den Blumenblättern ähn-liche Fäden, die, zwischen den Antheren und Griffeln stehend,biSdahin die Bestäubung verhindern. *) Außer Sprengel's b-.kannkem Werk „vom Bau u. d. künstlichen Befeuchtung d. Blumen^vergl. Nasse über Reicharkeik d. Staubfäden d. Glaskrauts u. d.Nejscl in Müü. Arch. 1835. dorren, recil«rciies L. le mouvern.et 1'rmat. cles etsmine5 <Ie sxarmrmrns «tsriesna. iA42. — S. 309
ist der Satz in Z. 2—5 zu streichen und hi'efür einzufügen: Um dieInsekten herbeizulocken, durch deren Bewegung und Eindrin-gen in vielen Blüthen die Bestäubung der Narbe allein mög.lieh wird, finden in verschiedenen Blüthcntheilen Absonderungenvon Honigsaft statt. Lange bekannt ist die merkwürdige Bc.fruchtung der Xristoloolliu Llomntitis durch Tipula pvnnioor-in8. In der Tiefe der Krone von Oonolllera specivsa Xutt.ist die zuckerhaltige Feuchtigkeit klebrig genug, um.mehrere8pllivx festzukleben. Fror. N. Notiz. Nro. 12 . V. auch No.tizen, Bd. XI. VI., S. 93. Endlich fällt die Entwicklung derGerüche hauptsächlich in die Befruchtungscpoche. Chemischberuhen die Gerüche wesentlich auf Verdunstung aclherischcrOele; organisch ist deren Bereitung und die kräftige, oft stoß,weise Ausscheidung in Dampfform unter dem Einfluß der injener Epoche gesteigerten Temperatur Folge des jetzt erhöhtenLcbcnSprozcsscS der Pflanze. Morrcn beobachtete bei der wiefeiner Zimmt riechenden lUaxiliarin aromaUe», daß die nichtvcfruchteten Blumen den Geruch Tag und Nacht, Morgensund AbendS 8 Tage lang behielten. Jede Blume aber, welcheer künstlich befruchtete, verlor ihren Geruch V- Stunde nachihrer Befruchtung auf immer, welche Thatsache allein schonbeweise, sagt er, daß die Ausbauchung der Gerüche eine Lebens-crscheinung sei. Die Pflanze haucht wörtlich in den Gerücheneinen Theil ihres innersten Wesens, ihrer Seele aus; fie offen-bart sich durch fie, wie der Vogel durch den Gesang; derWald ertönt von diesem, die Flur duftet von den Gerüchen;jede dieser beiden so verschiedenen Wesenklassen spricht sich inden höchsten Momenten ihres Daseins aus, wie ihre Organi-