262 SiebentesBuch. Von d. Organismen d. Plastizität rc.
weicht, daß er keine appendikulären Organe hat und eigenthümlicheVeränderungen erleidet/ mittelst welcher er die Pollenzelle in sichaufnehmen und ihre weitere Entwicklung möglich machen kann.Man unterscheidet an der KeimknoSve den wesentlichen/ immer vor.handelten, öfters von häutigen Decken umgebenen/ gefäßlosen Theil/Kern / nuclcu,, und den oft verschwindend kurzen/ oft sehr langen/oft Gesäffe enthaltenden Fadentheil, luniculu», durch welchen dieÄeimknospe mit ihrer Hauptaxe, dem Knospcnpolster / zusammen., hängt; die Region an der Spitze des Fadens und Basis des KernS/wo in diesen der Faden übergeht/ heißt Hagelfleck/ cb-»!-,---,. Dieerwähnten Decken/ welche den Kern unten scheibenförmig umgeben(meist sind deren 2 vorbanden), entstehe» aus einer verlängertenringförmigen Falte, sind daher oben offen; diese Oeffnung, auswelcher die Spitze des Kerns hervorragt, heißt Keimmund, micr«-p)I°. Die Axe der ganzen Kcimknospe kann gerade sein, dann heißtdie Kcimknospe geradeläusige, gemmul-» ortboerop-» — oder es kannder Kern mit seinen Decken gebogen sein, oder es kann eine Bie«gung zwischen Kern und Faden stattfinden, oder endlich können sichKern und Decken ungleichseitig entwickeln, dadurch entsteht die zu-sammengewundene, umgewendete, halbgewendete, doppelwendige
Schon vor der Befruchtung erfährt aber der Kern auch in seinemInnern Veränderungen; nämlick eine Zelle seines Parenchyms bildetsich so übermäßig aus, daß sie endlich das ganze Parenchym resorbirtund den Kern selbst mehr oder weniger verdrängt. Diese bei alle»Phanerogamen vorhandene Zelle heißt Keim- oder Embryonalsack,Membran-» ->mnü; in ihn gehh die Pollenzelle ein und entwickelt sich.— Schon früher wurde von den verschiedenen Anstalten gesprochen,die Pollcnkürner auch unter den widrigsten Verhältnissen auf dieNarbe gelangen zu lassen; die Zahl der aus den Körnern hervor,brechenden, durch das Zellgewebe ihren Weg zu den KeimknoSpensuchenden Schläuche übertrifft meist bei Weitem die Zahl der Keim-knospen. Diese Schläuche nämlich verlängern sich allmälig, indemsie nach ihrem Eindringen in die Narbe in den Znterzcllulargängender schwellenden Zellen der Schleimzellenschicht, die den in allenPhanerogamen vorhandenen Griffelkanal auskleidet, weiter nachunten rücken und endlich in die Fruchtknotenhöhle gelangen. (DiesesHinabsteigen der Pollenschläuche bat zuerst Amici beobachtet. Vergl.
Orseevario»,: miceosc. »opr-, vuiio chanle iu t XIX. üo^Ii /tui <!e I» 8oc.
ital. in »Vlollcna. Zahrg. I82Z. S. 23. Froriep'S Not. 1823.) Manbeobachtet nun, daß bei der (oft ganz außerordentlichen) Ausdehnung,welche der Pollenschlauch auf seinem Wege durch Narbe und Griffeleingeht, seine Membran »statt dünner zu werde», sogar sich verdickt;E- und U. erklären dieses durch Ernährung mittelst des Schleimes