Anfänge d. Vegetat-, Aenderung durch Standort. 379
auch sann man entscheiden, ob ein Gewächs in einem Landeakklimalisirt werden könne, dessen Monatötemperaturen mankennt. Fror. N. Not. Nr. 28. S. »S2. 8 .21. füge bei: Wennbis dahin »»fruchtbare Stelle» sich mit Vegetation bedeckensollen, spielen wohl die Flechten und Moose die erste Rolle.„Auf dem nackten Stein bildet sich (nach A. von HumboldtsDarstellung) bald ein Gemenge sammetartiger Fasern, die dem«nbewaffneten Auge als farbige Flecken erscheine». Einige sinddurch vorragende Linien bald einfach, bald doppelt umgrenzt,andere wie durch Furchen zerschnitten und in Fächer getheilt.Mit zunehmendem Alter verdunkelt sich ihre lichte Farbe, dasfernleuchtcnde Gelb wird braun, und die graue Lepra ver-wandelt sich in ein staubartiges Schwarz. Die Grenzen deralternden Decke fließen in einander, und auf dem dunkelnGrunde bilden sich neue zirkelrunde Flechten von blendenderWeiße. So lagert sich schichtenweise ein organisches Gewebeauf dem andern." S. 353 , Z. 3 v. u. füge ein: Die Fcttpflan-zcn vertreten daselbst, wie E. Meyer bemerkt, gleichsam dieStelle unserer Nadelhölzer. Sie verdanken diese Ausdauerzum Theil ihrer starken CiusaugnngSfähigkeit, zum Theil demfast gänzlichen Mangel der Ausdünstung, welche überhaupt beiimmergrünen Gewächsen gering zu sein pflegt.') Einen eigcntbüm.liehen Charakter hat nach Lund die Vegetation am brasilianischenFlusse Vcll>.->». Die ihn begränzendeu Wälder heißen L»ling»5, weißeWälder, und bilden ein Dickicht vo» dornigen Bäumen und Sträuchern,durchflochtcn mit dornigen Parasiten. Die Blätter fallen im Augustab, vom September bis zur Regenzeit gleichen die Catjngas deneuropäischen Laubholzwäldern im Winter. Fror. N. N- Nr. 02.(Das Phänomen findet nicht bloß am Velhar statt, sondern über-haupt in Brasilien, unter besondern Umständen, wie später nochbemerkt wird.) S. 357, Z. füge ein: Man kaun auch Pflanzenkünstlich an andere Standorte gewöhne»; in diesem Fall, oder wennsie durch natürliche Verhältnisse an Standorte gelangen, welche vonihren gewöhnlichen bedeutend abweichen, ändert sich Gestalt undBeschaffenheit oft bis zum Unkenntlichwrrde»; dieses gilt auchmehr oder minder von Pflanzengatttingen, welche überhaupt anmehrere Standorte» vorkommen- Jussieu gewöhnte l-cmn» iri-alc»allmälig anS Trockne, wobei sie aber ganz unkenntlich wurde, ülz-o--«>» -ivcn-i, läßt sich vicllcicht allmälig in m. i>->>us!i>5 verwandeln;