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IV. oder Supplementband.
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« 280 Siebentes Buch. Von d. Organismen d> Plastizität rc.

die Stengel des an Ufern wachsenden kvlzgonum »mpi,n>wm, welcheanS Land gehen/ scheinen einer ganz andern Psianzc anzugehören,als die inS Wasser gehenden.—Eine schöne Lilie, gmar^N!-s»r„>cnsi?.deren Zwiebeln einmal durch ei» von Japan kommendes Schiff aufder Insel Guernsey verbreitet wurden, blühen dort und auch aufdem festen Lande, wenn man sie von dort her holt. Haben sie abereinmal bei uns geblüht, so thun sie es nie wieder, so sehr sie auchfortwachsen. Voigt, Grundz. §75. — G. 858, Z. 10 v. u. ist ciiwzuschalten: S-E. Meyer, über d. gesell. Wuchs d. Pst., in Vor-trügen a. d. Gebiete d. Naturwissensehaft, hrSg. v. Baer, Kö-nigSb- t8Z§. Nach M. stellt sich in den großen Halben am Ausflugder großen Ströme in die Nordsee dem Wanderer Tage lang fastnichts vor, als Himmel und Haidekraut; nur hie und da einigedünne Gruppen verkümmerter Fichten oder Birken. In Dänemark,Hannover, Westphalen und den Niederlanden nimmt das Haidekrauteinen Flächcnraum von wenigstens 520 O.uadatmeilen ei». Von die«seil Zcntralpunkten aus verbreitet es sich weit in Europa und Asien,aber wird immer sparsamer; in den Pyrenäen geht eS bis V 200 '.Die französischen Halben bestehen auS fünf Speziell Ki-ic-, und vie-len andern Pflanzen. Die zahlreichen Halben am Cap leben gem-einsam. Eine zweite so gesellige Pflanze, wie K. vulg-rl-, existirtnicht. Die Getreideartcn wurden nur durch die Kultur gesellig.Die Gesellt gleit der Pflanzen hängt ab t) von der Vitalität,der lebendigen Kraft des Widerstandes gegen nachtheilige Einflüsse,2 ) von der Produktivität, von dem stärker» oder schwächer»,früher oder später eintretenden, kürzere oder längere Zeit dauerndenVermögen der Fortpflanzung. Durch große Produktivität kannmanches einjährige Kraut die edelsten Waldbäume in ihrer Jugendüberwuchern. Die Samen der Manglebäume keimen schon auf demStamm, bohren sich dann herabfallend in den weichen Schlamm,wurzeln ein; aus Stamm und Aesten brechen Luftwurzeln hervor,die in den Boden dringe», daselbst wahre Wurzeln bilden und überdem Boden sich zu Stämmen vereinigen. Die Individuen dieser ge-selligen Bäume sind sehr häufig gar nicht von einander zu trennen;eben so wenig beim QueckengraS, das aus seiner weit herumkrie-chenden Wurzel oft Hunderte von Halmen treibt. Die Anlagezur Geselligkeit muß durch äußere Umstände der Temperatur,Feuchtigkeit, Vodenbcsehaffenhcit rc. begünstigt sein, sonst wird auchdie geselligste Pflanze einsam. Meyer glaubt, die Zahl der geselligenPflanzen sei auf hohen Gebirgen größer, als in der Ebene. DiePflanzen der Hochalpcn gehören sämmtlich zu den Stauden, d. h.zu jenen Gewächsen, deren Wurzel mehrere Jahre nach einanderneue Stengel treibt- Samen tragen viele fast nie, weil er nicht'reif wird, desto häufiger vermehren sie sich durch MurzelknoSpen;