Kiemen, Athemröhren, Schwimmblase. 321
oder gerieben werden, wie bei Gryllen re., oder ge»schnellt, wie bei Cikaden-—DasRespirationsorgan der Holo.thurten nennt I. Müller eine waffcralhmende Lunge, weil esnach innen sich stülpt, einen hohlen Baum mit hohlen Zweigen dar-stellend, und auf der innern Fläche athmet. Die Kiemen der ASzi-dien stellen eine sackförmige Vorhalle des DarmschlaucheS dar; dieinnere Haut bildet in ihr qitlerförmige Vorsprünge. Die Land-asseln besitzen Kiemen, welche, was eine Ausnahme ist, in der Luft ath-me». Die AthmungSorgane der eigentlichen Spinnen nennen dieMeisten, nicht bloß I. Müller, wie er behauptet <Phys. I, 282 ) Lun.gen, Trcviranus Kiemen Es sind Säckchen, und sie münden durch einStigma nach außen; aufgeblasen, zeigen sie am Rande und innenfächerförmige Vorsprünge. — Die wasserathmcnden Larven undPuppen mancher Culiciden und Tipularien besitzen Athemrühren.Manche Wafferinsekten athmen die im Wasser aufgelöste Luft durchkienicnförmige Anfänge ihrer Luftröhren, indem sie in jenen in gas-förmigc Luft verwandelt und dann im Tracheensystem weiter ver-breitet wird. Die Larven und Nymphen mancher Wafferinsektenbesitzen Kiemen, die bald blattförmig, flügelähnlich sind, bald ge-spalten, büschelförmig, den Kiemenbüscheln mancher MccreSannelidcngleichen Newport entdeckte bei der diewm. noch im
ausgebildeten Zustande Kiemen. Das Insekt findet sich am Albanystromin Nordam. u. gehört zu d. Iicuroi>>. «k na>. l>>si. 1844 und
hieraus in <l. »c. nar. z. aSr. I — Die Gefüßverkhcilung aufden Kiemen der Fische ist außerordentlich fein; Monro berechnetfür einen Rochen t44ooo Unterabtheilungen der Kiemenfaltcn, welcheetwa <5 Quadraifuß Oberfläche einnehmen ; auf diesen beginnt dannerst die Verzweigung eines über alle Begriff« feinen Kapillargefäß- .Netzes. Bartb in Wien wußte dieses durch die künstlichsten Injek-tionen darzustellen; s. Gotth. Fischer'S naturhist- Fragmente I,255. — Die Schwimmblase hat öfter sonderbare Formen, mitFortsätzen, Anhängen rc. 6-><lu5 Nsvag-» von Pallas und Köhlreuter,eine kleine Art von Kabljau, dem gewöhnlichen sehr ähnlich, besitztnach von Baer ungemein lange, balbröhrenförmige, in Höhlen en-digende Querfortfütze der Bauchwirbel und ersten Schwanzwirbel.In diese bohlen Knochen gibt nun die Schwimmblase Luftsäcke ab.Die übrigen 6a«Il zeigen nichts AehnlicheS, nur bei Scise,,» «„d lok-nius kommt eine vielfach verästelte Schwimmblase vor. — DieSchwimmblase hängt bei vielen Fischen durch einen Luftgang mitder Speiseröhre zusammen; die Schleimhaut letzterer setzt sich injene fort. E. H. Weber entdeckte an der Schwimmblase der Wels-und Äarpfenartigen Fische eine Kette beweglicher Gehörknöchelchen,wodurch also auch eine Verbindung der Schwimmblase mit dem
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