Band 
IV. oder Supplementband.
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324 Achtes Buch. Von d Organismen d. Sensibilität re.

zenfresser. Die Galle ist grün, bitter, von eckelhaftem Geruch, ent-hält sparsam weißlichte oder graue Kügelchen, gerinnt nicht beimKochen, löst Oele nicht auf. Nach BerzelinS enthüll die Ochsen-galle so, 41 Wasser, 8 Gallenüoff mit Feil, außerdem Gallenblasen-schlcim, Osmazom, Kochsalz und milchsaurcs Natron, Natron,phosphorsaurcs Natron, phoSphorsaure Kalkerde, und in Alkoholunlösliche Substanz. Die Schlangengalle enthält nach BerzeliuSeinen eigenen, durch Säuren und Alkalien nicht zu fällenden Gallen-stoff, und außerdem noch einen krystallisirbaren, durch kohlensauresKali fällbaren Gallenstoff. Ein solcher krystallistrbarer Gallenstoffkömmt auch in der Fischgalle vor. Ein PankrcaS findet fich außerden Kopftbieren nur noch bei k-ollgo ssgiuüia. Manchen Fischen fehltdas PankreaS, andere besitzen an seiner Stelle hohle Blinddärme,oder Büschel blind geendeter Röhren. Das PankreaS ist nicht absolutnothwendig zum Leben, es wurde Hunden ohne Schaden schon aus-geschnitten. Der vankreatische Saft ist sehr reich an Eiweiß undKäsestoff, enthält aber keinen Schleim und Speichelfioff. Der Darin-saßt reagirt namentlich bei pflanzenfressenden Thieren sauer.— DieMilz fehlt von Wirbelrhieren nur und Ilcxiaircma. Sie

liegt zwischen den beiden Blättern des MesogastriumS inderen Gefässcn entstehend, ist wie die Leber ein Organ derMittellinie des Körpers, und rückt erst später nach links. Sie be-steht aus zartem pulpösem, rothem Gewebe, manchmal aus weißli.chen, runden, von Malpighi entdeckten Körperchcn, überzogen vonfester Faserhaut, welche nach innen ei» Balkengewebe bildet.Die weißen Körperchcn laufen beim Schwein (nach Z. M.) nacheiner oder beiden Seiten hin in Fortsätze aus, sind durch Fädenverbunden, sitzen auf Fäden, sende» Würzclchen aus. Verfolgt man'die Aeste, woran die Körperchcn fitzen, so kommt man auf Stämm-chen, welche zu den Arterien der Milz führen. An den kleinen Ar-terien findet sich eine weiße Scheide; die Körperchcn stellen sichals deren Auswüchse dar, werden außen von sehr seinen Arte-rien umgeben, und enthalten innen eine weiße breiige Masse auskuglichten Molekülen b/stehcnd. Die rothe pulpöse Substanz bestehtganz aus rothbraunen kuglichten Molekülen- von der Größe derBlutkörperchen. Die Venen bilden vor ihrem Anfang in dieser ro-then Pulpe starke anastomosircnde Kanäle. — Die Nebennierenkommen beim Menschen, den Säugethieren, Vögeln, Schlangen undKnorpelfischen vor, bestehen (nach I. Müller) aus gelber Rinden-unddunkler, schwammiger Marlsubstanz; in ersterer stellen die kleinstenArterien und Venen lauter parallele, gerade, gleich dicke Röhrchenvor, die Marksubstanz besteht größtentheilS aus einem Vcnengewebe.— Der Bau der Schildd rüse ist unbekannt; sie scheint sehr kleineZellen zu enthalten, die im Kröpf anschwellen und eiweißartige Ma-