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IV. oder Supplementband.
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340 Achtes Buch. Von d. Organismen d. Sensibilität rc-

den unten Gefäffe und Nerven treten, und der oben die Gestalt derKrone annimmt, um welche sich später eine Schale von Zahnsub.stanz bildet, die nach innen und unten sich vergrößert. Der untereTheil des Keims nimmt die Form der spätern Wurzel an, undsondert auf seiner Oberfläche Zahnsubüanz ab. Der AnwachS derWurzeln veranlaßt den Durchbruch der Zähne durch das Zahn«fleisch; der Zahnkeim schwindet zu einem Rest in der Krone zu.sammen- Die sich an der Krone abnützenden Zähne der Wiederkäuer,Pferde und Nager können lange noch von der Wurzel nachwachsen.Die Stoßzähne des Elephanten und Schneidezähne der Nager blei-ben an der Wurzel immer hohl. Der Schmelz umgicbt bloß dieKronen und besteht aus krystallinischen Fasern, die nicht vom Zahn.keim, sondern von der innern Oberfläche des innern ZahnsäckchenSauf dir Oberfläche der Krone abgesetzt werden. An den Zähnen derpflanzenfreffenden Säugthiere entsteht noch eine dritte Substanz,wahrscheinlich nur aus den Spcichelsalzen, und dem Weinstein anden menschl. Zähnen analog, der Kitt Der Zahnschmerz findet nurim Zahnkeim statt. Der Schmelz enthält fast SO Prozent Phosphor«sauren Kalk mit Fluorkalcium, die Zahnsubstanz ist weniger reichhieran, enthält aber 28 Proz. thierischen Stoff. Die Zähne desOrnitborynchuS bestehen aus hohlen Hornfasern, die von Orzxnero-i>u- aus senkrecht zusammengeklebten Röhrchen, die Barten ausvielen größer,, und kleinern Hornplattcn, die alle am Grunde durchein Hornband vereinigt werden. Jede Platte besteht aus äußererund innerer Substanz (letztere auS Röhren), enthält unten den Bar»tenkcim und sitzt auf gefäßreicher Haut auf, die in die Barte ein«dringt. — Die Säugthiere (und der Mensch) erzeugen VerlorneZähne nicht unbeschränkt- wie z. B. die Giftschlangen ihre Gift«zähne, sondern nur einmal werden neue Backenzähne nacherzeugt,nachdem die ersten oder Milchzähne ausgefallen sind- (Beim Men«sehen sind. jedoch der Milchzähne nur 8, der spätern Backenzähne 20 .)— Nach Owen läßr sich bei aller unendlichen Verschiedenheit derZähne im Thicrreich stets der r öhrigc Bau deutlich nachweisen;steigt man vom Menschen zu den niedrigern Klaffen der Wirbelthiereherab, so findet man, daß sich die Zahnsubstanz mehr der gewöhn-lichen Anochensubstanz nähert. Nach Owen besteht also das Ge-webe der Zähne keineswegs bloß aus konzentrisch über einander ge.schichteten Lagen, wie allgemein angenommen wird. (Bei allenHaien wird der Körper des Zahns hauptsächlich von zweierlei Ka-nälen eingenommen, die O. markige und kalkführende Kanäle nennt;letztere sind nur kleine Zweige oder Fortsetzungen der crstern, undnur bei stärker» Vergrößerungen sichtbar- Die Markkanäle befindensich im innern Zahnkörper, parallel mit dessen Axe laufend; an derGrenze dieses und der Schmelzsubstanz gehen ihre meist unter rech-