342 Achtes Buch- Don d. Organismen d. Sensibilität rc.
Urin in weitem Strahle zu ihrer Vertheidigung auszuspritzen j ebenso 1'sci>),Kloss>i5. Fror. N. N- 45<. — Der Schädel der Kopfthierehat in neueftcr Zeit wieder mehrfache Bearbeitung gefunden: wirberühren hier nur die S. srs der Naturgeschichte erwähnte Lehrevon der Bildung des Schädels aus Wirbeln. V Böthewar veranlaßt/ erst 3/ dann 6 Schädelwirbcl anzunehmen. S-WerkeL. 97. („Im Zähre «807/ sagt Böthe l-v, isä, „sprang diese Lehretumultuarisch und unvollständig ins Publikum/ da es ihr denn anvielem Widerstreit und einigem Beifall nicht fehlen konnte.") Dieletztere Annahme vertritt er so: „Drei gelten für das Hinterhauptals den Schatz des Gehirns einschließend/ und die zarten Lebens,ende«/ fein verzweigt/ in und über das Ganze und zugleich nachAußen hin versendend; drei hinwieder bilden das Vorderhaupt/ gegendie Außenwelt sich ausschließend/ sie aufnehmend/ ergreifend/ erfas-send. Jene drei ersten sind anerkannt: das Hinterhauptbein / dasHintere Keilbein/ das vordere Keilbein; die drei letzter» aber nochanzuerkennen: das Gaumenbein/ die obere Kinnlade und der Zwi.schenkiefcr, Werke/ Cotta'sche Ausgabe IV, ,8s. I. Müller nimmtnur drei Gchädelwirbel an- Phys. l, 36S. Köstlin/ l. 3/meint/ man könne in gewisser Rücksicht am menschlichen Schädeldrei Ringe annehmen- von welchen der hinterste die verschiedenenAbtheilungen des Hinterhauptbeins/ der mittlere das Hintere Keil.bei«/ die großen Flügel und die Scheitelbeine/ der vorderste aber dasvordere Keilbein/ den kleinen Flügel und das Stirnbein umfaßt;jeder Ring enthält ein Glied der Schädelaxc/ der seitlichen Axen-paare und der Knochen der Schädeldecke." S. 466 sagt hingegenKöstlin: „Die Frage/ ob der Schädel ein Compositum von Wir.beln bilde/ hat seit Güthe und Oken die Anatomen mannigfach be.schäftigt/ und es könnte daher auch hier eine Erörterung diesesPunktes gesucht werden. Indeß steht der Begriff des Wirbels nochkeineswegs so fest. daß er unmittelbar als Basis der Bergleichungzwischen Schädel und Wirbel dienen könnte; diese Bergleichung istvielmehr erst dann möglich/ wenn sowohl die Formen des Schädelsals die des Wirbels für sich untersucht worden sind. Bedenkt manferner/ daß bei jeder umfassenden Betrachtung des knöchernen Kopfesnicht nur die Schädelknochen/ sondern auch eben so wohl die Gesichts-knochen berücksichtigt werden müsse»/ so sieht man leicht ei»/ daßerst am Ende der vergleichenden Osteologie die Frage aufgeworfenwerden kann/ ob und wie weit der knöcherne Kopf den übrigen Tbei.len des Skelett analog sei." ES ist auffallend/ äußert KöstlinI. c. sot/ „daß unter den Reptilien bet den Schlangen rc./ unterden Fischen bei den Cbondropterygiern / sich die Kiefer am unab-hängigften vom Schädel entwickeln. Der Zusammenhang zwischenSchädel und Kiefer tritt also dort am wenigsten hervor/ wo Hirn