Rudimente elektr. Organe in nicht elektr. Fischen. 333
durch den Arm bekommen habe, so daß er sie hätte loslassen müssen,dieß habe ihm denn auch das Fischen verleidet. Wenn er nämlichim Wasser einen Aal gefangen und beim Kopf gefaßt, so hätte sichdas Thier um den Arm geschlungen; in diesem Augenblick wäre ibmplötzlich «in höchst unangenehmes, nicht leicht zu beschreibendes Ge.fühl durch den Arm gefahren und weg wäre der Fisch gewesen- DerAal hätte aber im Wasser sein müssen, wenn eine solche Wirkunghervorgebracht werden sollte; außer dem Wasser wäre ihm nie der.gleichen begegnet." W- fährt fort: «Eine dem elektr. Schlage ähn-liche Wirkung ist auch an einer Zoophylenart, die sich in der Statu-ralicnsammlung des hiesigen (Bremer.) Museum'S befindet, dem See.deutet, ä!c)o,>ium bues» l.., von dem ehmaltgen Besitzer dieses Stücksbeobachtet worden. In dem Verzeichniß des KabinekS, wozu dasselbeehedem gehörte, ist nämlich angemerkt, daß der Besitzer es von Helga-landcr Fischern noch lebend erhalten und damals dieselben Wirkun.gen daran wahrgenommen habe, welche sonst nur den Zitterrochenund Zitteraalen eigen sind." Heilkraft d. lhier. Magnetism I>l.,t. Abth. iS7. Lehrern Fall kennt auch Valentin aus TreviranusBiologie, v, itä, meint aber, I. c., ,s sei dieses etwa Nesseln,welches nicht bloß Medusen, sondcrn auch einzelnen Polypen zu«komme- Es scheint aber doch die Angabe zu positiv auf einen elektri-schen Schlag hinzudeuten; der Besitzer jenes Exemplars vonäiczoaium I>ur52 wußte Wohl sicher, daß die Wirkungen der elektr.Fische nicht in Brennen bestehen, Bergt- über den Bau der elektr-Organc und über deren Funktionen, dann die Literatur Valentin'-Art Elektrizität- in R. Wagner'- Handwörterb- d. Physiol. DarWichtigste über die Funktionen folgt bei den Zusätzen zum nächstenHauptst. — Wir haben neuerlich von Mayer Untersuchungen überRudimente elektr. Organe innicht elektr- Rochen erhalten, tz. e.
diäter, Kxicileß, observat- saslom, <le orgsno electrico in k,j!«
ei, et ste llacmLlornis. könn« t8äz. Mayer weist in dieser Denkschriftnach, daß auch die nicht elektr. Rochen ein Rubiment des elektr-Organs besitzen. Er fand im Raume zwischen Unterkiefer, undSchlüffelbeinbogen, (wo bet lorxell-, das große elektr. Organ liegt)bet k. clsvat», bsl>5, ScliuilLÜ °tc. ein kaum haseknußgroßes, von fibrö-ser Hülle umgebenes, drüsiges Organ, durch welches die gleichenNerven, hier aber nur vom fünften Paar kommend, sich verzweige»und an die Haut gelangen. So wäre also, argumenlirt M-, daselektr. Organ ein weiter entwickeltes Drüscnorgan, etwa, wie dieParolis eine höher entwickelte Speicheldrüse- Auch diese übt inWahrheit eine galvanisch-chemische Aktion, so daß der Speichel baldsauer, bald alkalisch wirkt. Derselbe Speichel ist im gleichmüthtgenMenschen mild, im erzürnten Thier schädlich, in der Viper und beider Wasserscheu Gift, im Zitterrochen ein Blitz.