Band 
IV. oder Supplementband.
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, Funktion«» der tlektr. Fische. ZHK

ist es in neuester Zeit gelungen, Lurch eigenthümliche Apparate imMomente des Schlages des Zitterrochens auch sichtbar« Funken zuerhalten: dieselben bemerkten auch Wirkung auf das Elektrometer;schon Galvani wußte, daß die Entladung des Zitterrochens Zusam-»leuziebung der Muskeln im präparirten Froschschenkel errege; dieelektrische Strömung des Zitterrochens wird wie die gewöhnlielz«durch Glas, Harz, Seide isolirt, durch Wasser und Metalle geleitet-(Nach Alex. v, Humboldt und Gaylußac hat der Zitterrochen daSganz Eigenthümlich«, daß wenn man ihn mittelst eines Schlüssels,einer Metallplatte rc. berührt, oder er zwischen zwei sich berühren-den Kupferplaiten eingeschlossen ist, man keinen Schlag durch seineEntladung empfindet Göze in s. Nützlichen Allerlei I, äis behaup-tet, daß selbst der unbändigste (gemeine) Aal an seiner Kraft gelähmtwerde, wenn man einen Magnet an ihn hält oder auch nur einen Feuer-stahl neben ihn in'S Wasser legt.) Die Entladungen des Zitterro-chcns und Zillerals wirken elektrochemisch und — wahrscheinlich ---auch die Temperatur erhöhend; sie erregen ferner magnetische Stkö-mungen; machen die Magnetnadel des Galvanometers deklinircn.Es ist hinlänglich erwiesen, daß im Augenblick der Entladung dieRückenseite des Zitterrochens positiv, die Bauchseite negativ elek-trisch sei. Kein elektrischer Fisch empfindet die Schläge, welche erertheilt, weiß aber um dieselben, und kann sie schwächer oder stär-ker ertheilen. Die Stärk« der Schläge richtet sich immer nach derGroße und Lebenskraft des Thieres und sie werden deßhalb im Ster-ben immer schwächer. Der Zitterrochen bewegt sich bei Erthriluirgseiner Schläge nicht, der Zitteraal hingegen krümmt sich Hiebei in einenKreis zusammen, in dessen Mitte sich -aS zu treffende Thier befin-det. Die Nerven des elektrischen Organs verhalten sich hiebet ganzwie motorische Nerven; wie bei diesen nimmt man bet jenen direkteund ReAexentladungen wahr, von welchen erstere auf den Zmpulsvom Gehirn aus, letztere durch Reizung der sensibel» Nerven ein-treten. Auch bei den elektrischen Nerven springt kein Reiz von ein«Faser auf die andere über; die elektrischen Organe und wieder ihreeinzelne» Theil« sind eben so isolirt, wie die Muskeln beider Seitenoder die Theile desselben Muskels; durchschneidet man die Nerveneines Organs, so gibt es keine Schlüge mehr; die Leitung erfolgtnur in eentrifugaler Richtung, wie in den motorische« Fasern;chemische Zerstörung der peripher. elektrischen Nerven.hebt die Ent-ladungcn auf. Centralorgane der elektrischen Nerven sind die l-<-h>el«c,rici; die Reflexentladungen gehen nach denselben Gesetzen vorsich, wie die vom Rückenmarkc ausgehenden Reflexbewegungen; wieMuskeln bei Contraktion ihr Volumen nicht ändern, so nimmt auchder Zitterrochen im Moment der Einladung an Gewicht und Umfangnicht zu, weil das »ermittelnde Nervenfluidum imponderabrl ist;

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