Band 
IV. oder Supplementband.
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882 Achtes Buch. Don d. Organismen d. Sensibilität rc-

was die Müskelthätigkcit beeinträchtigt , z. B. kaltes Wasser, zugroße Wärme vermindert auch dieThätigkeit derelekt Organe; gleichesDerhältnißzeigt sich bei Einwirkung narkot. Gifte; im Tobe schwindetbeim Zitterrochen die elektr. Kraft früher als die MuSkelrcizbarkelt. —Die Funktionen des Zitteraales stimmen im Wesentlichen ganz mitdenen de» Zitterrochens übercin, seine Schläge sind aber viel stärker/so daß die zu seinem Fange verwendeten Pferde betäubt/ Menschenniedergeworfen werden. Wenn er um einen Fisch seinen Kreis ge.schlössen hat/ so entladet er sich ohne weitere Bewegung und sogleich/wie vom Blitze getroffen/ wendet jener den Bauch nach oben und isttodt. Der Zitteraal kann nach Willkühr nur einen Theil oder denganzen elektrischen Apparat entladen, wie die Thiere überhaupt ein-zelne Muskeln »der MuSkelgruppcn zusammenziehen können. DerZitteraal fühlt gleichsam/ wo er seine Schläge anzubringen habe;wahrscheinlich kann er dieselben auch in bestimmter Richtung aus«senden. Die Schläge erfolgen schon auf bloße Berührung, amstärksten aber/ wenn man mit der einen Hand den Kopf/ mit der«obern den Schwanz faßt; der Kopf ist im Augenblick der Entladungpositiv/ der Schwanz negativ elektrisch; jeder Theil des Fisches ver-hält sich Hiebei zu dem vor ihm liegenden negativ/ zu dem hinterthm liegenden positiv elekttisch/ so daß während des Schlage« einpositiver Strom «entrifugal vom Kopf nach dem Schwänze geht/übereinstimmend mit der Richtung der Säulen, während beim Zitter-rochen, wo die Säulen senkrecht stehen, die Strömung von der Rücken-zur Bauchfläche geht. — Unerklärbar ist eS, daß die Zittersische, ob-schon für galvanische Reize empfänglich, doch durch ihre Entladungennicht zu Muskelkontraktionen angeregt werden; daß sie ferner fürdie von Genossen ihrer Spezies ertheilten Schläge unempfindlichsind, und daß keine Zerstreuung des elektrischen Strome- stattfindet,obschon alle Sorpertheile von Flüssigkeit durchdrungen sind. — WaSdie allgemeine Theorie der Wirkungsweise der elektrischen Organ«betrifft, s» kommen die meisien Forscher darin überein, daß die elekt-rischen Organe hierin den galvanischen Gäulen vergleichbar seien;Moser läßt die in ihren Zellen vorhandene Flüssigkeit auf die Rerven-subüan; chemisch verändernd einwirken; Valentin bemerkt sehrrichtig, daß jedes elektrische Organ keine vollständige Batterie sei,weil sonst der Fisch fortwährend schlagen müßte und spricht folgen-des Gesetz auS: „Die elektrischen Apparate der Zittersische könnenunmöglich fertigen elektrischen Batterien gleichen, welche, sobaldihr« beiden Sndpole in leitende Verbindung treten, an dem heiter«iektrothermisch, elektromagnetisch, elektrochemisch und «lektrophysio-lvgisch wirken. Sie entsprechen vielmehr unvollständigen galvani-schen Batterien, denen im Zustande der Ruhe ein Element zur AuS-Übung der benannten Wirkungen fehlt Will der Fisch schlagen, so