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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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nach Ritter.

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den nach Norden nimmt über ein Drittel (128°) des Erd-umfanges ein; es besitzt eine doppelartig wechselndeBreite von Osten nach Westen, und diese beträgt kaumein Fünftel des Erdumfanges; es streckt sich gerade durchdoppelt so viel Zonen und Klimate hin, als Asien mitEuropa, und umfafst daher einen sehr viel gröfserenWechsel seiner iunern Erscheinungen. Ungleich gröfserund interessanter indefs ist der Contrast, welchen beideLändermassen in der Entwickelung ihrer Umrisse zei-gen, und diefs ist das Eigenthümlichste in Ritter’s Dar-stellung.

Bei weitem die einfachste Erscheinung bietet indieser Rücksicht Afrika dar, es zeichnet sich unter dendrei Erdtlieilen der alten Welt durch seine fast insel-artige Abgeschiedenheit aus, seine mehr abgeschlosseneErdgestalt nähert sich der elliptisch zugerundeten Figurmit sehr einförmiger Küsten-Peripherie. Der Längen-durchmesser dieser Figur ist dem Breitendurchmesser fastgleich und eben so klimatisch gleichartig auf der Nord-und Süd-Seite des Aequalors hingestreckt. Ohne tiefereBuchten, Einschnitte oder Meeresarme, ist der Umfangseiner Küstenkrümmung etwa 3800 Meilen lang, undsein Binnenland hat durch diese kärgliche Gestadeformdie möglichst geringste Berührung mit dem Ocean er-halten.

, Asien, nur auf drei Seiten vom Meere umflossen,läuft namentlich an seinen Ost- und Süd-Küsten in weitvorspringende Landzungen, Vorländer und Halbinselnaus, welche als mehr oder weniger getrennte Glieder desgrofsen breiten Erdtheiles zu betrachten sind. — Vonder Nordostspitze an, mit Kamtschatka, Corea, dem chine-sischen Vorlande, den beiden Indien, Arabien, Kleinasieniu Westen u. s. w., nehmen diese Gliederformen einensehr ansehnlichen Flächenraum ein. Nichts desto weni-ger übrigens bleibt im Binnenlande Asiens noch immerein sehr bedeutender Raum übrig, welcher nicht unmit-