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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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Grönland, eine Insel.

kehrende Zweig derselben. — Diese Strömungen, wasunstreitig wohl besonderer Beachtung werth ist, führenTreibholz, besonders häufig in der Baffinsbai, und Sco-resby constatirt, dafs unter demselben sich auf der Ober-fläche stark von Würmern angefressene Palmenstämmefinden, genau so wie diejenigen, w'elchc in den südlichenMeeren umherschwimmen. Es ist daher sehr wahrschein-lich, dafs dieselben an der Westküste Amerika’s in nie-drigen Breiten losgerissen und durch die Bchringsslrafseüber den Nordpol weg in die Baffinsbai gebracht wor-den sind.

Eben so überzeugend ferner für den Zusammenhangdieser Meere ist die Thatsache, dafs mau schon öfteran den Küsten der Tartarei, in Asien, bei Kamt-schatka u. s. w. Wallfische gefangen hat, welche los-gerissene europäische Harpunen (französische und hol-ländische) von Wallfischjägern aus der Baffinsbai undden Küsten von Grönland trugen. Diese Erscheinungsoll namentlich (nach Henrik Flame 1 1653) an derKüste von Corea keine Seltenheit seyn.

Sehr auffallend in dieser Beziehung sind die Er-scheinungen der Ebbe und Fluth, welche das Innereder Hudsonsbai darbietet und worüber wir durch Ka-pitain Ellis (1746) nähere Nachrichten besitzen. Siescheinen unwidersprcchlich eine Verbindung dieser Baimit dem grofsen Polarmeere in Norden zu beweisen. Essteigt nämlich die Fluth in der Oeffnung der Bai gegenOsten (in der Hudsonsstrafse) etwa 6 Fufs hoch und imInnern an der Westküste derselben, wo sie doch wie inallen geschlossenen Meeren kaum merklich seyn müfste,10 bis 13 Fufs, ja an einigen Orten bis 17 Fufs. DieRichtung, in welcher die Fluth in die Bai eintritt, istferner von Norden her, denn sic erlangt ihre gröfsesteStärke mit nördlichen und nordwestlichen Winden, undtritt beständig später ein, je mehr man sich aus demInnern der Hudsonsstrafse nähert. Alle diese Erschci-