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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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Parry’s erste Polarreise.

Angaben sehr auffallende Abweichungen. Besonders feh-lerhaft waren die alten Längenbestiunnungen, zuweilenbis volle 10°, wodurch sich denn die Umrisse der Baiauch auf eine sehr auffallende Weise veränderten. —Von dem Ende derselben kehrten unsere Seefahrer längsder Westküste zurück, und suchten hier aufmerksamnach der Möglichkeit einer Durchfahrt in den westlichengrofsen Ocean; sie glaubten sich zu überzeugen, dafsalle die Einschnitte in die Küste, welche sie sahen, nurmehr oder minder tief eintretende Buchten seyen; nurbei einer, welche schon von Baffin Lancaster-Sundgenannt worden, unter etwa 75° nördlicher Br., warensie hierüber nicht einig. Es war ein Kanal von etwa50 englischen Meilen Breite, worin eine ausgehende Strö-mung bemerkbar. Kapitain Rofs drang in denselbenetwa 30 Meilen weit hinein, und da sich Eis ihm quervorlegte, glaubten viele seiner Gefährten, auch dahintereine Bergreihe den Sund querüber schliefsen zu sehn.Wiewohl andere entgegengesetzter Meinung waren, sohielt sich Rofs selbst doch für überzeugt, dafs diel'sein geschlossener Meerbusen sey, und da überdiel's auchdie Jahreszeit schon weit vorgerückt war, so lenkte erum, und kehrte noch im Spätherbste desselben Jahresnach England zurück.

So entschieden nun übrigens auch Kapitain Rofsin seiner kurz darauf erscheinenden Beschreibung derReise die Geschlossenheit der Baffinsbai behauptete,so fand doch auch die entgegengesetzte Ansicht, welchehauptsächlich von seinem ersten Schiffslieutenant Parryausging, vielen Beifall bei dem Publikum. Parry warwider seinen Willen dem Befehle zur Rückkehr ausLancaster-Sund gefolgt, und da er ganz entschie-den die Hoffnung hegte, durch diesen Eingang in dasnordamerikanischc Eismeer zu gelangen, so rüstete manim folgenden Jahre 1819 eine neue Expedition vonzwei Schiffen, Hekla und Gryper aus, und stellte