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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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Rofs’s zweite Polarrcise.

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spät (mit dem 30. September) an den Eingang von Lan-caster-Sund, und kaum in Prinz-Regents-Ein-fahrt eingetreten, waren sie schon genöthigt, an derOstküste derselben in Port Bowen zu überwintern.Allein das folgende Frühjahr war ihnen sehr günstig, dennsie wurden schon den 19. Juli 1825 vom Eise frei; alssie aber die Fahrt in südlicher Richtung fortsetzten, hat-ten sie mit grofsen Hindernissen zu kämpfen. Endlichan def Westküste des Kanals, als sie bis 72° 42' Br.gelangt waren, erlitt die Fury durch das Eis eine soharte Beschädigung, dafs sie im Stiche gelassen werdenmufste. Man landete ihre Yorräthe (so weit sie nichtmitzunehmen -waren) bei Kap Garry, überliefs das Wrackseinem Schicksale, und die Mannschaft kehrte vereinigtauf dem Hekla wieder nach England zurück, wozueben die Jahreszeit noch hinreichte.

Mit dieser letzten mifslungenen Unternehmung ruh-ten einstweilen die Versuche, auf dieser Seite vom Meereaus die Umrisse des Contincnts von Amerika zu bestim-men. Zwei Jahre darauf ward Kapitain Parry zu dembekannten Versuche ausgesendet, den Nordpol zu errei-chen; aber er gelangte nicht ganz bis zu 83° Br. Wei-ter ist man bisher nicht gekommen, also noch immer ummehr als 105 Meilen vom Nordpol entfernt geblieben,etwa so weit wie Berlin von Paris.

Nur erst wieder im Jahre 1829 versuchte KapitainRofs eine Unternehmung zur Ausführung der Nordwest-Passage auf seine und seiner Freunde Kosten. Er wähltedazu ein Dampfboot, genannt Victory; indels schon inder Baffinsbai überzeugte er sich, dafs diese Art vonSchiffen in jenen Meeren nicht brauchbar sey, under verwandelte es daher an der Küste von Grönland* n ein Segelschiff. Begünstigt vom Wind und Wettersetzte er damit seine Fahrt fort, trat in Lancaster-Sundund Prinz-Regcnts-Einfahrt ein, und erreichte dort schonam 14. August die Stelle, wo die Fury einst strandete.