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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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Siidsee-Inseln.

sich noch bei Steffens findet*). Hier, wo die Lückein der Kontinental-Halbkugel der Erde am gröfsesten ist,ahnetcn Viele eine untergegangene Atlantis. Ja dieseVoraussetzung scheint noch durch ein.merkwürdiges Ver-liältnifs bestätigt zu werden. Es sind nämlich diesesämmtlichen Inseln von Menschen eines und desselbenStammes Malaiischer Race bewohnt, von Völkern, wel-che dieselben Eigentliümlichkeiten der physischen Orga-nisation haben, dieselbe Sprache reden und dabei dochder Schiffahrt so unkundig sind, dal's es unmöglich scheint,ihre Verbreitung durch Besetzung dieser zerstreut liegen-den Inseln von fernher annehmen zu können. Manglaubte daher in ihnen die Reste der Bevölkerung jenesalten Kontinents zu finden, welche sich beim Untergangedesselben auf die Bergspitzen retteten, und so von ein-ander isolirt wurden. Diese Vorstellung aber läfst sichnicht mehr anwenden, wenn die Spuren aller Konti-nental-Inseln hier mangeln, und nur pelagische, aus demMeeresgründe hervorgestiegene Inseln sich darbieten. Inder vulkanischen Beschaffenheit dieser letztem aberscheint zugleich auch die Lösung des Räthsels zu liegen,warum sich im Becken des stillen Meeres kein Konti-nent bildete. — Die Kontinente nämlich können wohlkaum anders als wie durch vulkanische Kräfte emporge-triebene Theile des vormaligen Meeresgrundes betrachtetwerden, dafür spricht gleich sehr ihre geognostisclie Bil-dung als auch die bereits oben berührte Anomalie, wel-che im Erscheinen der Kontinente überhaupt liegt. Es istaber alsdann sehr begreiflich, dafs sich da keine Konti-nental-Massen erheben werden, wo die Erdkruste siebar-tig durchlöchert den elastischen Kräften (Dämpfen), wel-che das Emporlreiben des Landes bewirken, an unzähli-gen Stellen den Ausgang gestattet, und so rnufs es imBecken der Südsee wohl der Fall gewesen seyn, wo

) Schriften I, S. 214.