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Alter derselben. 129
Thatsache nicht von den eben vorgetragenen Vorstel-lungen ableiten, denn wenn auch das Wachsthum ei-, nes Korallenriffes in einem Jahrhunderte z. B. nur 6Zoll betrüge, so würde diefs doch in 3000 Jahren schondie Greifse von 15 Ful's ausmachen, und was sind 3000I Jahre*) im Verhältnisse zu der Zeit, welche wir zur Aus-bildung der Südsee-Inseln überhaupt, im Allgemeinen vor-j aussetzen müssen, wenn wir annehmen, dafs 15000 Fufshohe vulkanische Pies über die Meeresfläche emporge-stiegen. Es ist also niemals unter unsern Augen eine] Korallen-Insel aus einem Zustande der Ausbildung in den! andern übergetreten, eben so wenig wie Korallenriffe> in grofser Ausdehnung unter unsern Augen aufs Trocknegesetzt wurden; und doch sind die meisten hohen pela-gischen Inseln ringsum von weit ausgedehnten Korallen-Hächen umgeben, welche mit denselben Arten, wie siesich gegenwärtig im benachbarten Meere noch fortbildcn,an der Basis der Vulkane oft bis zu bedeutender Höheüber den Meeresspiegel hinauf fortsetzen. Die HerrenQuoy und Gaimard haben uns hievon eine Mengein die Augen fallender Beispiele gegeben, 'welche sieselbst mit Genauigkeit beobachteten.
Die hauptsächlichsten dieser Beispiele, welche fürdie Beurtheilung geognostischer Verhältnisse eine ganzbesondere Wichtigkeit erlangen **), zeigen sich auf derInsel Timor, wo in den Umgebungen von Coupangfast nichts andres als Korallenfelsen Vorkommen. Pe-r on, welcher zuerst diese Erscheinung bemerkte, liel’ssich dadurch verleiten, auch die hohen Kalkberge im In-nern der Insel, ohne sie gesehn zu haben, für ein Werkder Korallen zu halten. Auf einer der Marianen-Inscln,R°ta, fanden dieselben wohlerhaltne Korallen in wenig-
*) Lyell PrincipleM //. 291
**) Ann. de Science» natur. VI. p 273 290. (1825)
Beechey’s a. a. O. I, 46.
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