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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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Verthcilung der Gebirge.

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in eine Darstellung des physischen Charakters der Ge-birge einzugehn.

Die Behandlung dieses Gegenstandes beginnt un-streitig am geeignetsten mit der Untersuchung über dieallgemeine Yertheilung der Gebirge auf derOberfläche des Festlandes, denn aus dieser wirdzunächst die Gestaltung dieser Oberfläche mit Klarheithervorgehen, und die zergliedernde Betrachtung einigerbedeutenderen Gebirgs-Verhältnisse wird mit grüfseremInteresse verfolgt werden können, wenn zuvor die all-gemeine Anordnung derselben bekannt ist.

Gehen wir von den bisherigen Begriffen über dieYertheilung der Gebirge an der Erdoberfläche aus, sotritt zunächst eine allgemein durchgreifende Ansicht her-vor, welche sich bei allen früheren geographischen Be-trachtungen wiederfindet, und die namentlich in den Ab-bildern der Gestalt des Festlandes, in Landkarten fastimmer wieder vorherrscht; es ist die Ansicht von demallgemeinen Zusammenhänge der Gebirge überdie ganze Erdoberfläche.

Seit man anfing die Gestalten der Länder, welcheso wesentlich von der Yertheilung der Gebirgszüge ab-liängen, nach wissenschaftlichen Grundsätzen aufzufassen,ist man fast stets von der Fundamental-Ansicht ausge-gangen, dafs die erhabensten Punkte der Erdoberflächemit einander in einer mehr oder minder auffallendenVerbindung stünden, und dafs ein Zusammenhang derArt, w r o er nicht unmittelbar wahrnehmbar sey, durchspätere zerstörende Ereignisse nur sey unterbrochen wor-den, welche die ursprünglich geselzmäfsige Beschaffen-heit der Erdoberfläche verändert haben. Man ging hie-bei unstreitig am frühesten von der irrigen Anwendungdes, in ganz andrer Weise aufzufassenden Grundsatzesaus, dafs die Erde als ein organischer Körper, in ähnli-chem Sinne wie die höher organisirten Individuen der