148 Zusammenhang der Gebirgsketten.
nannten Naturforscher in Beziehung auf die Verbreitungder Gebirge in den andern Erdtheilen mit sich bringen,hier nun noch besonders zu erwähnen; viele derselbenwerden sich aus den nachfolgenden Darstellungen vonselbst ergeben, auch würden wir bei Betrachtung der bisher erwähnten Verhältnisse nicht so ausführlich gewesensevn, wenn es nicht wichtig wäre, darauf aufmerksam zumachen, wie wenig die seit den Zeiten von Buaclieund Buffon gesammelten Erfahrungen über die wahreGestalt und Verbreitung der Gebirge dazu beigetragenhaben, die Ansichten späterer Geographen von den Irr-llmmern zu reinigen, welche sich seit jener Zeit in alleDarstellungen der Länder in Lehrbüchern und Karteneingeschlichen haben. Es giebt in der That wohl kaumnoch ein ähnliches Beispiel in der Geschichte dieser Wis-senschaften, wie sehr die unselige Sucht, die mannigfal-tigen Bildungen der Natur in die Formen eines einsei-tigen unnatürlichen Systems cinzuzwängen, und an dieStelle wirklicher Beobachtung die Gebilde einer ir-regeleiteten Einbildungskraft zu setzen, unsern Fort-schritten in der Erkennlnifs der Naturgegenstände gescha-det habe.
Fast alle Geographen der späteren Zeit richtetensich in ihren Vorstellungen alleinig und mehr als manglauben sollte, in Betreff der Gestalt der Erdober-fläche, wesentlich nach den Grundsätzen einer dieserbeiden Systeme, und die Abänderungen, welche siesich in ihren Darstellungeil erlaubten, betrafen nur un-wesentliche und beliebig schwankende Dispositionen inden Verzweigungen einzelner Bergketten, oder in derLage der angenommenen Mittelpunkte. Selbst die aus-gezeichnetesten unter ihnen, welche sich um andere Theileder Erdkunde rühmlich verdient machten, sind auf fastunbegreifliche Weise stets wieder in diesen Fehler ver-fallen.
Als den Einzigen, welcher sich von diesen Irrthü-