Irrthümlichc Ansichten darüber.
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mein möglichst frei zu erhalten suchte, können wir Pal-las nennen. Derselbe erklärte einen allgemeinen Zu-sammenhang der Gebirge auf der Erde für unzulässig,und machte zuerst auf das Unpassende des Vergleichsder Gebirge mit dem Gerippe eines thicrischen Körpersaufmerksam *). Seine Darstellung der Gebirgsverliältnissem Asien ist übrigens nichts desto weniger der von 13ua-he höchst ähnlich, und nur in seiner Betrachtung derObcrllächengestalt des europäischen llufsland gab er einv on Buache ganz abweichendes Bild, gegründet auf einesehr vollkonnune Natur - Anschauung.
Seine Ansichten wurden bald darauf in Frankreich**),mit sehr einsichtsvollen Bemerkungen begleitet, bekanntgemacht; doch ermangelte dieser Verfasser auch nicht, mitgrofsem Aufwande von Scharfsinn ein System der Ge-birgsvertlieilung aufzustelleiij in welchem die Vorstellungvon Gebirgsparallelen und Meridianen, nur in den Einzclnheiten abweichend von der Ausführung Buffon’s,eine Hauptrolle spielte.
So neigte man immer zur Beibehaltung der altenAnsichten, und diefs sprach sich unter andern wenigeJahre später sehr scharf noch in den Darstellungen vonGattcrer aus, dessen geographische Arbeiten zu denbessern seiner Zeit gehören ***). Nach seinen Darstel-lungen nämlich zeigt sich die Oberfläche der Erdkugelso scharf und vollständig von Bergmeridianen und Paral-lelkreiscn umstrickt, dafs sich nach seiner Aeufserung dieHagen einzelner Orte auf derselben eben so genau nachdiesem natürlichen Netze würden eiutragen lassen, wie esgegenwärtig nach den künstlichen Netzen auf unserenLandkarten der Fall ist. Ja der Verfasser erklärte sichfür zuversichtlich überzeugt, dal's die Natur selbst diesen
*) Observatiom sur la formaliun des montagnes. 1777.
**) Journ - de phys. 1779. I. 329.
***) Abrifs der Geographie 178ti. Kurzer Begriff d. Geogr. 1789.