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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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Jrrlhümlichc Ausichf.cn darüber. 151

einer mehr naturgcinäfscn Ansicht von der Oberllächen-gestalt der Kontinente vorangeschritten sey. Niemandvor ihm konnte auch eine so grofse Summe eigner An-schauung in der Natur zu einem gemeinsamen Bilde ver-arbeiten, und was wir in dieser Rücksicht seinen Bemü-hungen verdanken, gehört zu den bedeutendsten Resul-taten seiner aufscrordentlichen Unternehmungen für dieErweiterung naturwissenschaftlicher Kenntnisse. — ImAnfänge seiner Reise nach Amerika schien auch Alex,v. Humboldt die Ansicht von dem Zusammenhängeder Gebirge über die Meere zu tlieilen *). Es stand in-defs seiner Anschauung ein Hülfsmittel zu Gebote, wel-ches vor ihm bei den Vorstellungen über die Vcrtliei-lung und den Zusammenhang der Gebirge nicht warangewendet worden, — seine geognostischcn Kennt-nisse. Gebildet in der zu ihrer Zeit glänzendsten unddie Wissenschaft neu gestaltenden geognostischcn SchuleWerncr’s, trug er mit ganz besonderm Interesse dengeognostischcn, vom innern Bau hergenoinmenen Be-griff eines Gebirges auf den rein geographischen über,was natürlich der Wissenschaft nur zum Vortheil gerei-chen konnte. Denn leicht zu begreifen ist, dafs die ei-genthümlichen Verhältnisse der Form und der Gliede-rung der Gebirgsmassen im Wesentlichen von der Zu-sammensetzung derselben, von der Beschaffenheit undder Anordnung ihrer Bestandteile werden abhängig seynmüssen, und dafs man daher, von diesem Standpunkteausgehend, nicht mehr, wie es bis dahin der Fall war,Gefahr laufen werde zu trennen, was in natürlichen Be-ziehungen zusammengehört, und zu verbinden, was ge-trennt werden mufs.

Carl Ritter drückt sich sehr treffend folgender-mafsen über diesen Gegenstand aus: „Indefs leuchtet soviel auch hier schon ein, dafs cs doch wohl sehr viel

) Journal de i%«. T. Llll. p. 33. 1801.