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in den Gebirgsketten.
genden Längenthaies dennoch von ferne, wie durch eineunsichtbare Kraft an die Alpen gefesselt, ihnen stets innahe gleichbleibenden Abständen parallellaufend folgt.Schon eine ähnliche Richtung, ja die nämliche wohl,hatte derselbe Beobachter vorwaltend an allen Bergzü-gen des Erzgebirges, des Fichtelgebirges u. s. w.wahrgenommen; es war zugleich von ihm bemerkt wor-den, dafs dieses im äufsern Erscheinen schon auffallendeVerhältuifs ein notliwendiges gesejzmäfsiges seyn müsse,da es durch den innern Lauf (die Richtung oder Strei-chungslinie) der diese Bergreihen zusammensetzendenSchichten erzeugt wird. Auch an einem andern Punktevon Deutschland, in dem Gebirge, welches der Rheinvon Bingen bis Bonn durchschneidet, zeigte sich ihmganz dasselbe Verhalten.
Es schien daher hierin der Ausdruck eines in denGebirgen sich kundgebenden allgemeinen Grundgesetzesder Vertheilung zu liegen, und Alex. v. Humboldtzweifelte nicht mehr, dafs diese Ansicht die richtige sey,als er, in Süd-Amerika anlangend, zufällig zuerst seineUntersuchungen in der Gebirgskette von Venezuelaanling, und daselbst das erwähnte Gesetz der Richtungvon Südwesten nach Nordosten auf eine höchst ausge-zeichnete Weise deutlich ausgedrückt vorfand; ja erhielt sehr natürlich sogar diese Entdeckung für beson-ders merkwürdig, weil er nach den bisherigen Kenntnis-sen in Amerika gerade die Richtung von Norden nachSüden erwartet hatte.
Humboldt sprach daher in mehreren Abhandlun-gen *), während er seine Reise in Amerika fortsetzte,dies Gesetz so aus: Alle Gebirge der Erde sind inParallelzügen verllieilt, welche in ihren Haupterstrek-kungen einen gewissen Winkel von 45 — 52 0 mit der
*) Juurn - de Pkya. T. 54. p. 46. Gilbert s Anual., 13d. VII.u. XVI.
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