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und Abweichungen davon.
geht die Hauptmasse des Gebirges schnell in eine Strei-chungslinie über, welche rechtwinklich auf der vorigensteht; sie wendet sich von Nordwesten nach Süd-osten, und geht ununterbrochen nach Krain und Croa-tien und in’s nördliche Griechenland über, in welchemsie mit zahlreichen Parallelketten bis an die Küste desschwarzen Meeres fortsetzt, und unter andern die Rich-tung der Dalmatinischen Inseln bestimmt. Nur ein un-bedeutender Zweig ist es, welcher in der alten Südwest-Nordost-Richtung bis zur Donau hin fortstreicht; er setztsüdwärts Wien fortlaufend bei Prefsburg über den Flufsund schliefst sich dort den Karpathen an, wo sie Mäh-ren von Ungarn trennen.
Der Punkt, wo die Zerspaltung der grofsen Alpen-Kette in beide Richtungen gegen die angrenzende Ebenezuerst offenkundig wird, ist geognostisch höchst wichtig;er liegt bei Obdach in Steyermark, westlich von Grätz,und wir verdanken den Bemühungen L. v. Buch ’s einesehr anziehende Darstellung seiner Verhältnisse, wie über-haupt denn die Aufmerksamkeit zuerst durch ihn auf die-selben hingelenkt wurde.
Ungleich häufiger noch zeigen sich die Abweichun-gen von dem zuvor für allgemein gehaltenen Grundge-setze der Gebirgsrichtungen in den Gebirgen vieler an-dern Erdgegenden. Als äufserst auffallend erscheinen indieser Beziehung die Pyrenäen, das nächst gröfsesteGebirge von Europa. In ihm zeigt sich ein ausgezeich-neter Parallelismus aller von ihm abhängigen Glieder,der niedern Nebenketten mit der Haupt-Kette, wie der-selbe bereits in den früheren Jahren als etwas sehr Merk-würdiges in den Alpen bemerkt worden ist. Diese Rich-tung ist indefs in sehr grofser Schärfe rechtwinklich ge-gen die Hauptrichtung der Alpen gestellt.
Ueberall sehn wir die Streichungslinie von Nordwestennach Südosten, welche selbst schon auf miltelmäfsigen Karlenhervortritt. Eine grofsc Reihe der Hauptgebirge von