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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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156 Ilauptrichtungcn der Gebirgsketten.

Deutschland befolgt bis in die kleinsten Verzweigun-gen diese Richtung. So das Riesengebirge in Schle-sien und seine südöstlichen Fortsätze, die Sudeten unddas Eulengebirge; der Harz mit seinen Umgebungen,und vor allem scharf die in Nordwesten des Harzes fort-laufenden Hügelreihcu in den Bergen von Hannoverund Wcstphalcn, dem Teutoburger Walde undder Weserkette bis nahe an die Grenzen von Hol-land. Eben so noch der Thüringer Wald mit seinenUmgebungen, die hohe Rhön und alle zwischenliegendeHöhenzüge.

In Europa gehören hiehcr ferner noch die Apenni-ncn. Aufser Europa aber scheinen noch viele der an-sehnlichsten Gebirgsketten diesem Gesetze zu folgen, undso namentlich in Asien wohl der Kaukasus, und vorallem das mächtigste aller Gebirge, der Himalaja imnördlichen Indostan.

Doch auch die dritte der Hauptrichtungcu,welche wir bereits in den See-Alpen kennen gelernt ha-ben, die Richtung mehr von Süden nach Norden, istvielen der bedeutenderen Gebirgsmassen eigen. Das Ge-birge von Scandinavien, der Gröfse nach das drittevon Europa, verfolgt beharrlich und nur mit wenigenKrümmungen dieselbe aus den) südlichen Norwegen undSchweden bis an die Spitze des Nord-Kap. — lnD cutscbland nehmen hauptsächlich der Schwarz-wald und die gegenüberliegenden Vogesen diese Rich-tung, und sie wirkt in Norden von ihrer Hauptmassein Deutschland noch weit durch, bis an die Ränder dernorddeutschen Ebene. — In Frankreich befolgen das-selbe Gesetz die Ccvennen, den See-Alpen gegenüber.— In Asien kennen wir namentlich diese Erscheinungsehr schön ausgeprägt in der Richtung des Ural, in wel-chem in der That alle kleinen Bergzüge dem breitenllauplrücken mit allen ihren Gebirgsarlen beharrlich vonSüden nach Norden folgen. — In Amerika befolgen