steiler an einer Seite der Gebirge.
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N. nach S. streichen, ihren steilen Abhang gegen Westenkehren, alle diejenigen dagegen, welche sich von O. nachW. ausdehnen, ihren steilsten Abhang an der Südseitebesitzen.
Bei einer Vergleichung mit der Natur ist es nunauch nicht zu leugnen, dafs dieses Gesetz sich bei vie-len der gröfseren Gebirge der Erde im Allgemeinen wohlbestätigt findet.
So ist die Andes-Kette in Amerika gegen denBand des grofsen Oceans viel steiler als ostwärts gegendas Innere des Landes, und nach den übersichtlichenDarstellungen Alex, von Humboldt’s giebt diefs derOberflächengestalt von Südamerika einen sehr eigenthüm-lichen Charakter. Denn es erhebt sich das Land vonOsten her sehr sanft, in seinem breitesten Theile gegen450 Meilen lang, bis zu höchstens 1100 Fufs über dasMeer. Dann steigt der Kamm der Anden bis zu einerHöhe von 11,000 Fufs und mehr auf, und nach einerBreite von etwa 15 Meilen stürzt das Gebirge nun fastunmittelbar in das Meer ab. Daher kommt es dennauch, dafs die gröfsesten Ströme des Landes in das öst-liche (atlantische) Meer münden, während sie, wie na-mentlich der Amazonenstrom, etwa in 20 — 30 MeilenEntfernung vom grofsen Oceane entspringen, und bis zuihrer Mündung dennoch etwa 400 Meilen zurückzulegenhaben. Denkt man sich das Meer nur wenig mehr als1000 Fufs über seinen gegenwärtigen Stand erhoben, sowürde vom ganzen Lande Südamerika^ wohl kaum et-was mehr als die Kette der Andes nebst einigen Berg-gruppen in Osten übrig bleiben, und die Wellen wür-den sich auch an der Ostseite der Basis der Anden bre-chen ( Relat. hist. X.).
Bin ganz ähnliches, eben so auffallendes Vcrhült-nifs der Abhänge hat das skandinavische Alpenge-birgc; es ist in W. an der Küste von Norwegen un-gleich steiler als gegen die schwedische Seite, und die