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Die Abhänge,
vom Meere tief ins Land eindringendon Spaltcnthäler,sogenannten Fjorde, erhalten dadurch ihren so bekanntengrofsartigen Charakter, dafs sie oft bis zum Meeresspie-gel einschneidend, bis zu dem Ilauptkörper der Gebirgs-kette Vordringen, und dadurch den Anblick eines aul'ser-ordcntlichen Kontrastes gewähren. Gegen die schwedi-sche Seite dagegen sind es langgedehnte, sanft geneigteThäler, in eine nur wenig erhobene Küste auslaufend,welche den Ost-Abhang des Gebirges bezeichnen.
Unter den Gebirgen, deren Haupterstreckung sichder Richtung von O. nach W. nähert, nennen wir zu-nächst die Pyrenäen, welche nach Ramond’s undCharpentier’s Zeugnifs auf der Südseite ungleich stei-ler als auf der entgegengesetzten abfallen.
Ganz dasselbe zeigt sich sehr ausgezeichnet in denAlpen, denn wenn gleich dieselben in N. immer sehrscharf bezeichnet aufsteigen, so steigen sie doch hierschon aus einer 12 —1500 Fufs über das Meer erhobe-nen Ebene empor, und zugleich sind die vordersten Kel-ten des Gebirges viel niedriger als die dahinter aufstei-genden. Gegen S. aber aus der sehr niedrigen Ebeneder Lombardei und mehr noch aus der von Piemont,steigt das Gebirge, einer Mauer vergleichbar, in dem bo-genförmigen Walle, welcher vom Lago maggiore bis zumMont Cenis und Monte Yiso fortsetzt, unmittelbar biszum Kamm der Hauptkette, bis zur Höhe des MonteRosa von 14,200 Fufs auf.
Unter unsern niedern norddeutschen Gebirgen zeigtsich diefs Verhältnis des steilen Abfallens in S. ganzbesonders ausgezeichnet am Erzgebirge, und noch un-zweifelhaft, wenn gleich nicht so auffallend, am Rie-sengebirge. Beide dehnen sich ausnehmend flach ge-gen N. sanft in die Ebene von Sachsen, der Lausitz undNiederschlesien aus; südwärts dagegen fallen sie steil in, das ringförmige böhmische Becken ab, dessen zusammen-hängenden nördlichen Rand sie bilden, welcher nur vom