177
Ihre Gestalt und Vertheilang.
nennung le Puy bezeichnet. Der Puy de Dome istder höchste dieser Berge (4902 Fufs), nächst dem Puyde Pariou, Puy Marie. Von den uns näher liegen-den Gebirgen entspricht keines dieser Gestalt vollkomm-ner, als das ganz basaltische böhmische Mittelge-birge.
Die Yertheilung der Gipfel im Allgemei-nen bietet mancherlei Verschiedenheiten dar. Am ge-wöhnlichsten folgt sie den höchsten Erhebungen derKämme. Fast alle bedeutenderen Hörner der Alpen lie-gen der Reihe nach auf den Kanten der Hauptketten;
zu beiden Seiten des Rhonethaies, so im Enga-din, die bündtnerischen und die Tyroler Alpen-gipfel, so die Gipfel der südlichen Andes-Ketten,der Karpathen, selbst die des Thüringer Waldesünd des Riesengebirges.
Zuweilen indefs auch tritt der Fall ein, dafs bedeu-tende Gipfel isolirt, als vereinzelte getrennte Gebirgs-etöcke, neben dem Hauptrücken des Gebirges liervor-tretcn, und dieser Fall scheint sogar ganz besonders denhöchsten der Gebirgsgipfel eigen.
So pafst er z. B. schon in einiger Beziehung aufden Montblanc mit einer gewissen Zahl ihn umgeben-der Gipfel vom Col de Bonhomme (7520' hoch) biszum Col de Balme (7070) oder wohl nur bis zumCol de Ferret. Diese bilden zusammen eine völligisolirte, von der übrigen Alpenkette steil abgerisseneblasse, von etwa 6 Meilen langer Basis, deren Isolirungschon vielen Beobachtern auffiel. — Eben so erscheinta uch die Spitze des Ortler im südwestlichen Tyrol,zwischen den Thälern der Ad da und Etsch, als einev ereinzelt hervortretende Masse, als ein Kolofs, welchenman seines furchtbar steilen Aufsteigens wegen lange füreinen Nebenbuhler des Montblanc gehalten hat, nachv - VV elden 12063 F. hoch. Ganz ähnlich ist das Er-scheinen in den höchsten Gipfeln der Pyrenäen, des aus
12