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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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zuweilen isolirtc Gebirgsstöckc.

wahrscheinlich der Berg auch seinen Namen. Er sagt:„Eben so zeichnet sich der Nebenbuhler des Montblancdurch seine eigenthümliche Gestalt aus. Der Rosa be-steht nämlich aus einem Zirkel vieler, fast gleich hoherHörner, die wie Blätter einer Rose um ihren Mittelpunktsich anlegen, woher auch der Naine dieses Felsen ent-standen ist. Die Mitte dieser Hörner aber, welche nachdem Anzasca-Thale liegt, bildet eine weite runde Vertie-fung, ohngefähr wie manche runde Kessel auf der Monds-oberfläche. Diese Menge Hörner erscheinen von Turinaus gesehn, vereinigt, und geben dem Rosa eine aufser-ordentliche Breite, welche H. Beccaria auf 3307 Klaf-tern schätzt.“

Ganz ähnliche Verhältnisse kehren in den Pyre-näen wieder, und so bezeichnet Charpönticr als dasansehnlichste Gebirgs-Amphitheater die Oule de Ga-v arnie, am obern Ende des Thaies vonBareges, de-ren Wände durch ihre Steilheit und gleichförmige Er-haltung einen sehr imposanten Anblick gewähren. Voll-kommen so ist der Circus des Thaies von Estaübegebildet.

Als den letzten, allen Gebirgen gemeinsam zukötn-menden Theil sind die Geb irgs-Pässe zu erwähnen.

Die G ebirgs-PäSse oder Col’s stehen in ganzdirektem Gegensätze zu den Gipfel» der Gebirge/ dennso wie diese meistentheils die schnell aufsteigenden höch-sten Theile der Gebirgskämme darstellen, so sind jenedagegen ihre meist scharf bezeichneten Einschnitteoder tiefsten Erniedrigungen. Da sie den HaupGkämm der Gebirge stets queer- 1 gegen sein Streichendurchschneiden, so sind sie nicht nur für die Auffassungvon der Oberflächengestalt der Gebirge von Bedeutung,sondern, und wohl mehr noch für die Geschichte derVölker-Verbindungen. Denn wenn, Gebirgszüge unterallen scharf bezeichneten Grenzen, welche durch die Na-tur auf der Erdoberfläche erzeugt werden, .unstreitig die

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