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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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in der nördlichen Halbkugel.

der ehemals als der höchste Berg in Deutschland geprie-sene Brocken bleibt mit seinem Gipfel gar 2500 Fufsunter der Schneelinie zurück.

Die Erscheinung des ewigen Schnees zeigt sich wei-ter gegen Norden zuerst wieder in den skandinavischenAlpen, und dort ist sie insbesondere von L. v. Buch,von Wahlenberg und neuerdings von Hisinger*)genauer untersucht worden. Wir heben nun die Resul-tate dieser Untersuchungen ganz besonders von genauerbestimmten Gegenden dieses lang ausgedehnten Gebirgeshervor, nämlich:

Unter 61 — 62° Br. im Langfield- und Dovrc-field-Gebirge liegt die Schneegrenze nach L. v. Buchim Mittel noch 5100 F. hoch; Hi singer setzt sie amSnöhättan auf 5052 F.

Unter 67° 5' Br. am Sulitelma in Lappland set-zen sie L. v. Buch und Wahlenberg in 3100 FufsHöhe; sie nimmt also im Laufe von 6 Breitengraden umfast gerade 2000 F. ab.

Unter 71J- 0 Br. endlich auf der Insel Mager-Oeean den Felsen des Nordkap, bestimmte L. von Buchdiese Grenze in der Höhe von 2200 F., und es ist diefsder nördlichst bekannte Punkt, an welchem dieselbe nochbestimmt worden.

Diese Abnahme scheint regelmäfsig, doch ist sie esder That nicht, denn zu Altengaard oder zu Tal-gig in Norwegen, beide unter 70° Br. liegend, fand L.v - Buch die Schneegrenze noch wieder höher als amSulitelma, in 3300 Fufs Höhe, muthmafslich weil diesePunkte aufser Berührung mit der breiten schneebedeck-te n Masse des Lappländischen Alpengebirges stehen. Esreichen also hier anderthalb Breitengrade Zunahme hin,um die Schneelinie an dem ja auch isolirt stehendenNord-Kap um volle 1100 F. herabzudrücken.

*) 1,1 Possend. Auu. VII. 40.