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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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Gletscher.

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einen durch diese Wassermasse dorthin transportirtenGranit-Block von 10000 Kubikful’s Inhalt, welcher sei-ner Beschaffenheit zufolge hoch oben im Innern der Al-pen mufste losgerissen seyn. Besonders gräfslich ist dieSchilderung, welche Cliarpentier von diesen Wirkun-gen entwirft. Sie drohten sich zu wiederholen, da diezudämmenden Gletscherstürze in dem oberen Theile desIlagne-Thales fortdauerten, und man suchte daher anfangsdiesen Wirkungen durch einen im Felsen geführten Stollenzu begegnen, welcher das oben gestaute Wasser zu al-len Zeilen sicher abführen sollte; gegenwärtig indefs,scheint es, hat man die Eismassen durch geschicktes Dar-aufleilcn von oberen stets fliefsenden Gebirgswassern ge-wältigt, welche das Eis schneller fortschmelzen als es zu-wächst, und die drohende Gefahr scheint dadurch für’sErste glücklich abgewendet zu seyn.

Ungleich grofsartigere Erscheinungen indefs als dieeben beschriebenen Schnee- und Eisstürze sind die imGebiete gröfserer Gebirge häufig vorkommenden Eis-felder, welche gewöhnlich mit der wahrscheinlich ausdem Französischen ( glacier ) herstammenden Benennungder Gletscher belegt werden. Sie sind vorzugs-weise ein Eigenthum der Gebirge in der gemäl'sigtenund kalten Zone, in welchen die Temperatur nachden Jahreszeiten grofsen Abwechselungen unterworfenist; je mehr man sich den Polar-Ländern nähert, destohäutiger und grofsartiger werden sie angetroffen, in denGebirgsgegenden der heifsen Zone aber erwähnt ihrerkein Beobachter.

Das Alpengebirge enthält von ihnen eine sehr grofseMenge und von den ansehnlichsten Dimensionen, denn nachden Nachweisungen von Ebel *) befinden sich alleinin dem Theile der Alpen-Kette, welcher von den Um-gebungen des Montblanc östlich bis zus Tyroler-Grenze

*) Anleit, die Schweiz zu bereisen, III, 386 — 391.