Farbe des Gletschereises.
269
stituirt werden könne. Damit ist auch Kämtz, ein be-wahrter Beobachter der Alpen, völlig einverstanden. AlsBeweis für die Beständigkeit dieser Grenze der Firnliniegiebt Kämtz folgende Messungen von deren Höhe:
Oberhalb des Grindelwaldglet-schers. 1269 T. od. 7614 F.
Oberhalb dem Rosenlaui zwi-schen Grindelwad und Meiringen
am Wetterhorn (Tosenhorn) . . 1272 X. od. 7632 F.
Auf dem Unteraargletscher (zwi-schen dem Schreckhorn und Fin-
ster-Aarhorn. 1280 T. od. 7680 F.
Auf dem Oberaargletscher . . 1283 T. od. 7698 F.
Wir sehen daher hier nach oben hin zugleich inetwa 7600 — 7700 F. Meereshöhe, die Grenze angege-ben, welche die eigentlichen Gletscher in diesem Theileder Alpen nicht mehr übersteigen, und wir müssen vonder Zukuuft die Bestätigung dieser Bemerkung auch inanderen Tlieilen des Gebirges durch spätere Beobach-tungen erwarten.
Die eigentliche Farbe des Gletschereises ist nachallen Aussagen im reflektirten Lichte milchweifs, wieheim Schnee, und man sieht daher, wie Ebel bemerkt,oft Gletscher an ihrer Oberfläche noch aus grofser ISähefür Schneefelder an. Wenn sie aber Spalten haben,und einzelne Theile des Eises frei vorragend über denandern in die Höhe stehen, dann verwandelt sich dieseBarbe beim Durchscheinen (im durchfallenden Lichte) inein schönes leuchtendes Meergrün, ja bei dickerenStücken, und wenn man in tiefe Spalten schaut, erscheintdiese Färbung wie ein dunkles und sehr tiefes La-surblau. Es sehen daher oft einzelne aufragendedicke Eisschollen oder Eis-Pyramiden fast wie von Ku-pfer-Vitriol gebildet aus, und Saussure beschreibt dieseErscheinung als höchst prächtig an den zahlreichen ho-hen Eiszacken des B o s s o n - Gletschers, welcher von der