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Oberflächenbeschaffenheit
Aiguille de Midi, neben dem Montanvert in dasChamouny-Thal herabsteigt. Hugi und Kämtz sagenvon der Gletscherfarbe dasselbe, doch haben sie zugleichauch bemerkt, was nicht wohl zu erklären ist, dafs dasschöne Lasurblau und mit ihm das Meergrün immer mat-ter wird, je höher wir an dem Gletscher hinaufsteigen.Von einigen Gletschern übrigens wird ferner die Farbemehr grau, ja von andern, wie z. B. von dem bekann-ten Rossbadengletscher an der Simplon-Strafse wirdsie sogar fast ganz schwarz angegeben. Nach Char-pentier’s Bemerkungen kommt diefs nur von Unreinig-keiten her, welche die Eismasse aufnimmt, wenn derGletscher in Felsenthäler oder Schluchten gelagert ist,deren Wände aus leicht auflöslichen Gebirgsarten ge-bildet sind; bei ganz rein gewaschenen Gletschernund klarem Eise findet diese schwarze Färbung nie-mals statt.
Sehr charakteristisch ist die Beschaffenheit der Ober-fläche der Gletscher; wenn sie auf schwach geneigtemoder ganz ebenem Grunde liegen, so sind sie vollkom-men eben und gleichförmig wie die Schneefelder, undman kann sie. mit Leichtigkeit überschreiten, ja manwürde, wie Saussure bemerkt, hier zu Pferde und zuWagen gefahrlos über sie fortkommen, wenn es möglichwäre, dergleichen an diese meist in den höheren Theilenbefindlichen Orte hinzubringen. Ganz anders aber ge-staltet sich diese Oberfläche, wenn die Eismassen, wieso häufig, auf steil geneigtem Grunde oder auf, in ihrenNeigungen oft wechselnder Fläche liegen. In solchenFällen kann sich die Gleichförmigkeit der glatten Ober-fläche sehr natürlich nicht erhalten; das darüber gelagerteEis spaltet seiner ganzen Stärke nach in unzähligen Rich-tungen, und seine Masse zertheilt sich in unzählige rings-um scharf abgeschnittene, oft hausgrofse Tafeln, Pyrami-den und verworren durcheinander geschobene Schollen,welche das Bild eines im vollen Aufruhr erstarrten