Gletscher wasscr.
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lieh an dem Ausflusse des Gletschers aus der Grotte derLütschine zum Vorschein.
Dafs diefs Unterhöhlen der Gletschermasse übrigensgar viel zu dem Fortgleiten und Aufreifsen des Eisesbeitragen müsse, ist von selbst klar. Die nun viel weni-ger als vorher unterstützten Eistheile stürzen an unzähli-gen Orten zusammen, und die durch Schmelzen an derOberfläche in Sommertagen entstellenden Wasserbächecr giefsen sich in die neu geöffneten Spalten. Sie ver-mehren das Volumen des aus der Gletschermasse lierab-bommenden Wassers, und es ist daher eine sehr bekannteErfahrung, dafs man nicht nur an warmen Sommertagenmit zunehmender Hitze eine Menge zum Theil sehr an-sehnlicher Ströme frischen klaren Wassers auf der Ober-fläche des Eises findet, welche vom Morgen an bis spätNachmittags immer zunehmen, sondern man weifs auchin den Thälern, welche von Gletschern ihr Wasser er-balten, dafs nach trockenen warmen Tagen die Gebirgs-bäche gegen Abend am stärksten, Morgens bei Sonnen-aufgang aber am schwächsten fliefsen.
Diese Gletscherwasser zeichnen sich durch eine ih-nen stets eigentümliche, milchähnliche, weifslichblaueEarbe aus, welche sie unvermisclit auf einer Strecke vonmehreren Stunden unverändert beibehalten. Es kommtdieselbe nach Ebel von einer innigen Beimengung feingeriebener Steintheilchen her (Quarz, Feldspath, Glimmer);Andere sehen sie indefs als durch irgend eine spezifischeBeschaffenheit des Wassers bedingt an, und diefs geschiehtHach Naumann’s Bemerkung*) ganz besonders in Norwe-gen, wo die Gletscherwasser stets klar und dabei so auf-fallend blaugrün von Farbe sind, dal's man sic sogleichvon den aus gewöhnlichen Quellen herkommenden W as-sern auf’s Leichteste unterscheidet. — LJebrigens fliefsendiese Glelscherwasser, wie ausdrücklich bemerkt wird,
*) Reise I, 122.