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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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wo nichts ihr im Wege steht, auszuweichen. Es müß-ten aber auch ferner, wenn diese Ansicht die richtigewäre, sich keilförmige Massen klaren kompakten Eiseszwischen dem beschriebenen Gletschereise stellenweisecingewachsen befinden, welche kein Beobachter gesehenhat. Wir dürfen also diese Ansicht, welche viel Dis-kussionen (in Gilbert’s Annal. der Physik) veranlafstc,als genügend beseitigt betrachten.

Noch ein anderes Phänomen, welches Aufmerksam-keit verdient, sind die auf den Gletschern befindlichenSteine, Sand und Geröllmassen, welche von allen Be-obachtern bemerkt worden, und mit welchen einzelneGletscher stellenweise so bedeckt sind, dafs die darun-ter befindliche Eismasse kaum kenntlich ist. Es sinddiefs losgebröckelte und herabgefallene Stücke von dendie Gletscherthäler einfassenden Felswänden, welche sichim Zustande der Verwitterung befinden, die vom Eiseweiter vorwärts getragen, und bei der durch das Schie-ben entstehenden Reibung sehr oft an ihren Kanten wieFlufsgeschiebe abgerollt werden; doch geben sie auchnoch zu einigen anderen, der Bemerkung nicht unwürdi-gen Erscheinungen Veranlassung.

Es werden nämlich diese Geschiebe besonders anden Seitenwänden des Gletschers, wo sie herabfallen,aufgehäuft, und da unter ihnen das vor den Sonnenstrah-len geschützte Eis schwerer wegschmilzt, so erhöhen siesich und bilden zu beiden Seiten des Gletschers einewallartige, auf erhöhtem Eise liegende Einfassung. Aberbesonders zeigen sich diese Steinwälle an den unterenEnden der Gletscher, wo dieselben im Fortschieben oderZurückschreiten begriffen sind, und dort sind sie in derRegel ganz aus locker aufgeschütteten Massen ohne Eis-grundlage gebildet. Denn der Gletscher trägt im Her-abschieben alle auf ihn gefallenen Blöcke mit sich her-unter, und läfst sie endlich begreiflich da, wo zu starkesAbschmelzen ihn am Fortwachsen hindert, an seinem