306 Aenderung der Pflanzenwelt
Maximum erreichen, so die Malvaceen, Terebintliaceen,Laurineen und andere, wie z. B. die Leguminosae, wel-che gegen die lieifse Zone hin in einem reifsend schnel-len Verhältnisse zunehmen, indem hier den bei uns al-lein einheimischen Papilionaceen noch die Gruppe derCaesalpinien ( Cassia , Bauldnia ) und der Mimoseen hin-zukommt, werden dort Seltenheiten oder treten doch nurin einzelnen Repräsentanten auf. Dagegen aber giebt csauch Pflanzenfamilien, welche in der Tiefe vom Aeijua-tor nach den Polen hin an Zahl zunehmen, nicht aberin den Gebirgen aller Zonen mit zunehmender Höhe,und hieher gehören ganz besonders die Carices (Rieth-gräser), welche für die Vegetation der Polarländer inder Ebene so charakteristisch sind, nicht aber für Ge-birgsfloren. Es giebt ferner andere Familien, welche inden Gebirgen mit Zunahme der Höhe an Häufigkeit derArten charakteristisch zunehmen, nicht aber so auch mitZunahme der Rreite, und dahin gehören vorzugsweise diein alpinischen Gegenden so häufig vorwaltenden Primu-laceae, Saxifragae, die Compositae, die Stellatae ( Galium ,Asperula und dgl.), und es bemerkte daher schon Wah-lenberg, dafs, wenn gleich wirklich in unseren südeu-ropäischen Alpen auf gröfseren Höhen viele Pflanzenfor-men Vorkommen, welche in Lappland in der Ebene wach-sen, dennoch viele andere dort gefunden werden, w elcheden Gebirgen eigenthümlict erscheinen; ja er erstauntezu finden, dafs dieser Unterschied nicht etwa nur aufdem Vorkommen analoger und nicht identischer Artenberuhe, sondern er fand selbst in den höheren Alpenmit Ueberraschung einige südliche Formen, von denenselbst keine nur entfernt analoge in Lappland in derEbene gefunden wird. Hieher gehören aufser anderenweniger bekannten Pflanzen namentlich die einer südli-chen Familie (der Leguminosen) zukommende Form desHedysarum Onobrychis (Esparsette) und das nahe ver-wandte H. alpinum, welche sich häufig auf Alpenweiden