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Gebirgspflanzen,
menden Bedingungen gedeihen können, und diese wer-den wir zuerst nach dem Vorgänge von Scho uw unterdein Namen der Gebirgs-, oder, wie man gewöhnlichzu sagen pflegt, Alpen- Pflanzen unterscheiden.Scho uw und Parrot sind zuerst unter den Neuerendarauf aufmerksam gewesen, dafs diese Gebirgspflanzensich vermöge der eigentümlichen Bedingungen, denenihr Wachsthum unterworfen ist, auch auf eine auffallendeWeise von anderen Pflanzen durch ihnen allen gemein-sam zukommende Eigentümlichkeiten auszcichnen, wel-che auf eine ihnen gesetzmäfsige, von der der anderenabweichende Organisation deuten, und die wesentlichstendieser auszeichnenden Eigenschaften lassen sich im All-gemeinen (nach Scho uw) unter folgende drei Gesichts-punkte zusammenfassen *).
1) Unter den Gebirgspflanzen ist die Zahlder einjährigen sehr geringe, denn wenn gleichder kurze Sommer der Entwicklung einjähriger Pflan-zen wohl hinlängliche Wärme darbietet, so scheint esdoch, dafs der oberflächlich ausgestreute Same dersel-ben zu leicht durch die Winterkälte zerstört wird; esbedarf hier, wie es scheint, einer weniger leicht angreif-baren Grundlage der Existenz und der Fortpflanzungs-fähigkeit, und diese findet sich in der Wurzel, derenVegetation auch nicht den Abwechslungen der Jahres-zeit so unterworfen ist, wie einjährige Gewächse, welchemehrere Jahre gedeihen, dann aber durch einen einzigenschlechten Sommer für immer zerstört werden können.Es fanden daher auch alle Beobachter der Gebirgsflorenin ihnen die perennirenden Gewächse sehr vorwaltend,ßainond, welcher auf dem Gipfel des Pic du Midi un-ter 48 Pflanzenarten nur drei einjährige Pflanzen fand,war hierauf schon aufmerksam. Eben so bemerkt De-
*) S. Schouw Pflanzengeograpliie p. 469 sq.
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