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ihre Hauptkennzeichen.
darauf unmittelbar grofse schöngefärble Bliithen fast ohneStengel aufsitzend zu finden, eine Erscheinung, welchediesen Thcil der Gebirge charakterisirt. Daher sind hierSl) viele Acaules einheimisch, wie Gentiana ac., Primula«c., Banium ac., Sllene ac., und ähnlich verhalten sichdie kleinen Arelia- Arten, Dryas octopetala u. s. w., jaManche dieser Pflanzen bekommen tiefer unten wachsende| nen Stengel wie Carlina acaulis u. s. w., und gröfsereBlatter. Diefs unterscheidet aber die Pflanzen der Ge-birge sehr von denen in den Polargegenden, denn dortsind sie zwar auch der geringen Temperatur wegen meistniedrig, aber Blätter und Stengel vegetiren sehr üppig,grofs und dick. Dafs nun übrigens aber die Blülhe aufden Gebirgen bei dieser Verkümmerung der übrigenTheile in ihrer Entwickelung nicht gehemmt wird, glaubtPq rrot, rühre daher, weil die ihr eigenen Funktionendurch die Existenz in der Höhe durchaus nicht gestörtWerden. Die Blumen unterhalten nämlich keinen regel-mäfsigen Atlimungs-Procefs, und wenn sie auch etwasKohlensäure aus der Atmosphäre zersetzen, so enthältdie höhere Atmosphäre deren für sie noch in hinreichen-der Menge; sie hauchen aber zugleich stets noch etwasStickgas aus, welches ihnen, nach Saussure’s Versu-chen, höchstwahrscheinlich durch den Stengel zugeführtwird, und die Leichtigkeit dieser Ausbauchung kann inder verdünnten Luft auf Bergen nur vermehrt werden.Bi ähnlicher Weise entwickelt sich daher auch die Wur-z el bei den Alpenkräutern sehr kräftig, da sie in keinerihrer Funktionen durch die Existenz auf höheren Bergengestört wird.
Was aber nun die lebhaftere Färbung an denBlüthen der Gebirgspflanzen betrifft, so ist sie ein sehrauffallendes und von allen Beobachtern gekanntes Phä-nomen. Scho uw äufsert, dafs schmutzige und gemischteBarben der Blumen, welche in der Ebene so häufig sind,hei den Blüthen der Gebirgspflanzen fast nicht vorkom-