Buch 
Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
Entstehung
Seite
323
JPEG-Download
 

der Kordilleren.

323

le tzt kurz und mit kriechend ausgestreckten Zweigen auf-treten.

c. Regio saxosa, die steinige Region, von 11400F- bis 14760 F. Die ihr entsprechende Mittel-Tempcra-hir sinkt von 5,5° bis 1,6°. Sie begreift insbesondere dier auhen oberen Theile der felsigen Gebirgskämme; in ihrhegt oft Schnee; die Temperatur reicht nicht mehr hinUm Getreide zu reifen, und nur ihr unterer Theil istn °ch bewohnbar. In ih'r liegt das höchste bewohnteWaus, die Meierei des Antisana, 12600 F. hoch("ie die höchsten Dörfer im Hinialaya); oft friert hierder Boden fest. Diefs ist die eigentlich ganz alpinischeLegion des Gebirges, und in ihren unteren Theil grei-fen noch die Sträucher ein; doch herrscht hier die Al-penrose mit einigen den nordeuropäischen ganz ähnli-chen Formen aus den Gattungen Gentiana, R a n u n-v ulu$, D raia, Valeriana, Alchemilla u. s. w.^ einer Höhe von 12600 F. etwa treten hier die in derhiopenzone sonst so seltenen krautartigen Gräser hervor,Uft d bilden eine goldgelbe Decke, besonders zusammen-gesetzt aus Arten der Gattungen Stipa, Arena, Agro-*G‘s u. s. w. Sie reichen immer mehr zusammenschrum-Pfend bis etwa 14100 F., und die letzten 6 — 700 F.s 'iul dann ganz den Liclienen überlassen ('regio li-r henosaJ, welche die nackten Felsen bedecken, undni ‘t denen zuletzt an der ewigen Schneegrenze alles ve-getabilische Leben erstarrt.

Indem wir die in diesem Naturgemälde der Aequa-tor ial- Gebirge über die Verhältnisse der Vegetation ge-gebenen all gemeinen Ansichten mit den gleichnamigen^ei'hältnissen der für diesen Zweck ungemein wohl (ge-la de in mittleren Breiten von 44° — 46") gelegenen Al-pen vergleichen, scheint mir passend hier eine Ueber-s icht von dem nördlichen Abhange derselben zu geben,' v 'e sie aus Wahlenberg’s vollendeter Darstellung in

21 *