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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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338
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338 Vegetations-Charakter

die harten scharfzackigen Schollen desselben durch sein 6Saftmasse urbar macht, lieble Formen kommen z' varschon bei Neapel an den Felsen vom Kap Miscn undauflschia beiLacco vor, doch noch immer sehr kleinund unbedeutend, mit schlechten Früchten. C. Opunti°kommt zuerst nördlich unter besonders günstigen Um-ständen auf dem Schlolsbcrge zu Sion in "Wallis vor,wo ihm die Reisenden nicht vorüber zu gehen ptlege.n-Eben dahin gehört auch die Agave americana (g^nannt Pita), welche hier zuerst sieh in ihrer ganz 61 ’Fülle entfaltet, und zu Einfassungen der Felder gebrauch*»meist alle zwei bis drei Jahre ihre 24 bis 28 F. hohe 11Iilütbcnstiele mit den kandelaber -ähnlich gestellten I>lö'tlicnbüscheln am oberen Ende trägt, während sie in nörd-lichen Gegenden vielleicht kaum häutiger als alle S®Jahre einmal zur Rliithc kommt. Seltener, aber charak-teristisch, ist auch noch das Gedeihen des Zuckerroh-res, welches zwar in Sicilicn nicht zur Rliithc komm*»aber dort und in Kalabrien durch die Saracenen ein-geführt, einst der Gegenstand eines bedeutenden Indo-strie-Zweiges gewesen ist. Unter den wildwachsendenPflanzen, welche diesen Gegenden besonders angeboren»zeigt sich sehr auffallend die nördlichste aller Palmen-formen in der Fächerpalme (Chamaerops humilis)-welche vorzüglich in den Ebenen und den Getreidefel-dern an der Südseite der Insel wuchert, während sic nord-wärts in vereinzelten Spuren nur hin und wieder an denFelsen von Capri, am Kap Circello und auf Pal-majola bei Elba bekannt ist. (Man macht aus ihr dieBesen in ganz Süd-Italien.) Eine sehr südliche wildwach-sende Form ist die Papyrus-Staude, Cyperus P a 'pyrua (bei Syracus) *), und die an wannen Fel s '

*) Der Papyrus ist höchst wahrscheinlich von den Alten auSAegypten eingetuhrt worden, jetzt aber ist er dort ausgerottet, and*findet er sich nach Ehrenberg nicht in Syrien und Arabien»