Buch 
Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
Entstehung
Seite
341
JPEG-Download
 

am Aetna.

341

sfe Baumgrenze erreicht, und sie hört selbst an vielenStellen des Berges schon viel früher auf. Man tritt nundie Zone der Sträucher. Hier aber ist kaum eineden Gebirgsfloren cigenthümliche Art, welche vorkommt,"öd die verwaltenden Sträucher sind hier einzig und al-lein die freilich einen etwas nordischen Charakter tra-genden Berberitzen (Berberis vulg.) und der gemeine^achholder. Vergebens sucht man in dieser achtsubalpinischen Region hier nach Alpenpflanzen, nur kaumüenncuswerthe Spuren stellen sich ein in der Sapona-r i« depressa und in dein charakteristischen Vorkom-men eines cigenthümlichen stachligen Astragalus, wei-ter stachlige Haufen isolirt in den schwarzen Aschen-foldem bildet. . Es ist A. siculus, sehr dem Traga-rn nihn ähnlich, welcher in diesen oberen Gegendenbesonders zu Hause ist, wenngleich er stellenweise selbstbis zu 3000 F. Höhe herabsteigt. Diese Region reichtb>s 7400 F., und über ihr bis zu 9000 F. dauert dannüoeh die Vegetation fort; doch vennifst man hier dieAlpenpflanzen, und mit Ausnahme vielleicht von Anthe-mis montana und CerasHum tomentosum gedei-hen hier nur die wenigen Arten, welchen die Biegsam-keit ihrer Organisation es gestattet, vom Ufer des Meeres311 unter allen auf ihr Leben influirenden Bedingungen(Abänderungen der Wärme, des Luftdruckes, der Feuch-tigkeit, Licht-Intensität u. s. w.) ihren Entwickelungs-Cy-khis zu vollenden; so namentlich Tanacetum vul-Sare, Senecio chrysanthemi.f olius, B.ume.vtut us u. s. w. Diefs Verhältnifs kommt mutlimafs-lic b daher, dafs der ganz mit vulkanischer Asche bedeckte ..linden dem Gedeihen der Alpenpflanzen hinderlich ist.,J nch auch die Isolirung des Berges wirkt gewifs hieraufeill > welcher von nirgendher seine Alpenflora durch Mit-teilung empfangen konnte; denn die nächst hohen Berge^Iciliens und Kalabriens steigen nur höchstens bis* u 6000 F. auf (l e Madonie 6200 F. und Aspro-