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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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Vegetations-Charakter

in o nie 6000 F. nach Scho uw), und reichen daher indieser Breite nur noch so eben in die subalpine R c 'gion hinein (wie bei uns der Brocken mit 3400 F.). — Iw-teressant ist es daher wohl, dafs unter ähnlichen pinstän-den der Pic von Teneriffa gleiche Verhältnisse zeigt.

Ueber die Vegetation der kanarischen Iw-sein, welche noch aufserlialb der Tropenzone, aber iwihrer Nähe liegen, besitzen wir eine sehr ausgezeichneteArbeit von L. v. Buch, und da sich hier nächst derallgemein grofsen Aehnlichkeit mit dem Insel-Vulkan voWSicilien, den der Pic von Teneriffa sogar um 1000 Fufean Höhe übertrifft, noch so manche bemerkenswerth cEigenthümliclikeiten darbieten, so scheint es passend, die*selben etwas specieller zu betrachten.

Vor allen Hingen verdient es hier wohl ganz be-sonders hervorgehoben zu werden, dafs die Flora die-ser Inseln an zu ihr gehörigen Alten überaus arm ist;denn ohnerachtet sich hier wegen der Höhe der Bergeund der Fruchtbarkeit des Bodens eine grofse Zahl voWverschiedenartigen Bedingungen für das Gedeihen ver-schiedener Pflanzenformen vorfinden, so gelang es dochdem aufmerksamen Beobachter, Christian Smith, aufallen Inseln und in allen Regionen zusammen nicht mehrals 535 Arten phanerogamischcr Pflanzen zu finden. VoWdiesen aber waren aller Wahrscheinlichkeit nach mit dcWkultivirbaren Gewächsen anderer Länder absichtlich undzufällig etw'a 158 Arten eingeführt worden, und dahernur 377 Arten ursprünglich als eingeboren zu betrach-ten. Hiefs aber ist ganz ungemein wenig, denn es ha-ben doch z. B. die einförmigen Umgebungen Berlin simmer noch nahe an 900 Arten phanerogainischer Ge-w'ächse aufzuweisen, und die gewifs ungleich w'enig ergut durchsuchte Umgegend von Algier enthält nachUesfontaines Flora allantica, mit welcher niaWam passendsten die Flora der kanarischen Inseln ver-gleichen könnte, 1416 phanerogamische Arten; ja die