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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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Grenze der Fruchtgärten.

zwar ganz insbesondere die späten Pflaumen, welchewolil kaum noch den 55sten Breitengrad erreichen, d®sie schon um Königsberg nicht mehr alljährlich reifwerden. Nach ihnen verschwinden die Birnen, vonwelchen einige Sorten noch bei Christiania unter 6ÖBreite reifen, und endlich gedeihen nur noch Aepfefund Kirschen, ja die erstereu sind die härtesten vonallen, und zeigen sich selbst noch um Dronthei®'doch kaum wohl mehr bei St. Petersburg. So weBalso als die Eiche geht, giebt es in den kultivirten The*'len des Landes noch Fruchtgärten. Es ist aber übet'haupt, auch wie L. v. Buch *) bemerkt, als ob m® 0mit dieser Grenze eigentlich erst den Charakter des P°‘ [lar-Klima’s zu bemerken anfange, denn bis zu ihr g®'deiht eigentlich auch noch in voller Ausdehnung d® rK o r n b a u. Bis zum Aufhören der Eiche baut m® 1 *

überall reichlich so viel Korn, als man bedarf, und mal 1fürchtet die in Sommermonaten später eintretenden Nacht'froste nicht mehr, welche die Schweden eiserneNächt®

(jern nätter) nennen, uud welche oft in wenigen Bb' [nuten die Hoffnung der reichen Ernte eines Jahres z® r 'stören. — Wo die Buche, und mehr noch wo die Eich®nicht mehr fortwill, da hören auch die für unsere Kh'mate so charakteristischen Laubhölzer in den Eben® 11und tief gelegenen Ländertheileu nun ganz auf. D® sLand wird bedeckt mit den für die nordischen Land'schäften so auszeichnenden schwarzen Nadelholzwal'düngen, und es herrschen hier vor Allem unsere Roth'tan ne (Al/ies exceha), und nächstdem, nach Boden-undHöhenverschiedenheit, auch die Kiefer ( Pinus syh' e 'stris). Weniger charakteristisch und vereinzelter, ohn®Einflufs auf den Charakter der Vegetation, setzen mbdiesen zwei Nadelholzbäumen noch zwei andere Con>'feren weit nördlich hinauf, nämlich der Taxus (T. 6«®'

) Reise II, p. 316.