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Ansichten über Thalbildung.
In den Grandzügen dieser Schilderung der tvesentlichsten äufseren Eigenschaften der Thäler, liegen ' v0 ^auch schon die fruchtbaren und leicht zu entwickelnde 0Keime einer Ansicht über die Ursachen ihrer vormalig e0Entstehung verborgen; doch wird es wohl passend sej°ihier noch einige Worte über die bisher in dieser B e 'Ziehung herrschenden Vorstellungen dem Schlüsse die sefDarstellung hinzuzufügen. Es ist eine sehr verbreitetund bis in die neuesten Zeiten wieder vorgetragene A°'sicht, als seyen die Thäler ursprünglich durch die a° s 'spülenden Wirkungen der Gewässer gebildet wordeftwelche noch jetzt in ihnen Vorkommen. Diese Ansic^’welche bekanntlich einen sehr grofsen Einflufs auf d |ßDarstellung von der Oberflächengestalt unserer Ländc fin Karten geübt hat, ist von vielen der ausgezeichnet'sten Naturforscher des vorigen Jahrhunderts mit besO°'derer Vorliebe ergriffen und vertheidigt worden, vorzng s 'weise vonBourguet, Buffon, Pallas und Werne*'Insbesondere machte eine in dieser Beziehung v011dem Ersten vorgetragene Beobachtung Aufsehen.glaubte nämlich bemerkt zu haben, dafs alle gröfser « 0Thalwände in ihrem Verlauf eine ausgezeichnet deud 1 'che Uebereinstimmung zwischen aus- und einspringend e °Winkeln haben, und er verglich diese daher mit de°Windungen eines im aufgeschwemmten Lande in seiit f
Wiesenfläche sich fortergiefsenden Stromes. Buff 011griff diese Vorstellung von der Uebereinstimmung der ei°'und ausspringenden Winkel mit Enthusiasmus auf,glaubte in ihr den Schlüssel der Theorie von der ° r 'sprüngliclien Modellirung unserer Erdoberfläche zu d°'den. Aus dem hier Vorgetragenen über die Zusaimn c0Setzung der meisten Thäler aus einer ReihenfolgeErweiterungen und Verengerungen geht indefs schon g a ° 2entschieden hervor, dafs gerade das Gegentheil vonser vermeintlichen Thatsache in der Natur wirklich statt'findet.