Thäler, nicht durch Wasser gebildet. 413
Saussure*) war der Erste, welcher geradezu die® c bauptung aussprach, dafs die Bourguetsche Ansichtunrichtig müsse verworfen werden, und dafs sie al-e 'ß vielleicht nur auf die Thäler jüngster Bildung hn auf-8®schwemmten Lande passe; auch Pallas **) fand, dafs^' e Bourguetsche Regel in der That zur Erklärung derBildung von den Thälern Sibiriens keine Anwendung
finde.
Ob,
Schon aus der bereits oben vorgetragenen Ansicht
er die Entstehung der Gebirge durch Zerreifsung der^berflache und Erhebung der Bergketten geht hervor,'ds es eine grofse Zahl von Yertiefungen auf der Erd-nfiertläche gebe, w r elche nicht erst durch WasserspülungEntstanden, mit der Bildung der Berge nothwendig gleich-es oder von derselben auf irgend eine Weise abhän-sind; ja wir haben als solche geradezu schon dieoffenen Längenthäler, und auch selbst die Weitun-^ ei1 der Querthäler erkannt; es ist wohl nicht erst nö-
tllio
? darauf aufmerksam zu machen, welchen endlosen
^ c Wierjgkeiten wir erliegen würden, wollten wir dieStellung dieser Räume durch Wasserspülung anneli-_ Es bleiben also eigentlich nur noch die Quer-sten übrig, auf welche wir diese Ansicht gegenwärtig**.° c h anzuwenden versucht seyn könnten; da aber zeigtS ^ c fi dann die sehr grofse Schwierigkeit, die Durchbre-ganzer Bergketten, von mehreren tausend Fufsund oft vielen Meilen Breite, allein durch den
Höhe
B,
^as,
r ßck einer in einem oberen See gespannten Wasser-
S,
^ Se zu erklären, da jetzt ja schon ein von Menschen-a °den aufgeführter Deich oft grofse Wasserflächen inPannung zu halten, und den Lauf (oder Andrang) der^ e ' v altig s t e n Ströme zu hemmen vermag. So eine Vor-ste Uung au f Jen Gollinger Pafs, auf die Pforte
*) Reise II, p. 289.
**) Neue nordische Beiträge I, 294.