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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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von unterirdischer Destillation hcrgcleitet. 441

als Zeichen des Daseyns solcher Ableitungen an, und'ersäumte nicht sie auf älteren Karten deshalb beson-ders hervorzuheben (Maris gurgites in den Karten zuKircher’s mundus subterraneus).

Auf solche Weise denn sollten sich die Meereswäs-ser in unterirdischen Behältern unter der Oberfläche derKontinente versammeln, und von hier aus nun an dieUrsprungsorte der Quellen gehoben werden. Die Wegea ber, auf welchen diese Zuleitung geschehen sollte, glaubte•Ban, seyen verschieden, und man nahm deren hauptsäch-lich drei an:

1) Die älteste aller Annahmen war die, dafs dasWasser im Innern der Erde auf dem Wege derUeslillation aufsteige. Diese Vorstellung ward ins-besondere durch A than. K i r ch e r vertreten, späterbesonders durch Descartes (Princip. philo». P. II,§. 64 srj.J, und unter den Neueren neigten zu ihr vor-zugsweise, wenngleich mit Beschränkungen, Lulof undTorbern Bergman (I, p. 281.).

Die Vorstellungen Athan. Kircher’s über diesenGegenstand waren besonders wunderlich, ja wohl aben-teuerlich. Er nahm nämlich mit vielen seiner Zeitgenos-s en im Innern der Erde ein Centralfeuer von heftigenWirkungen an; durch dasselbe sollten die Wasserbehäl-ter im Innern erhitzt werden; die aufsteigenden Dünste,Bieinte er, würden daun in Höhlen im Innern der höhe-ren Berge abgekühlt, welchen er die Gestalt von Hel-uien der Destillirblasen zuschrieb, und sie liefen danntropfbar flüssig an den Wänden herab, bis sie irgendwoeinen Ausgang fänden. Diese Vorstellung hat Kircherdurch seltsame Abbildungen erläutert.

Da es indefs in die Augen springend ist, dafs Formünd Lage der Höhlen in den Bergen wohl nur in den8 eltcnsten Fällen dieser Ansicht entsprechen, so nahmUescartes an, dafs die Wasserdünste durch die feinenKitzen, Klüfte u. s. w. des Gesteines in die Höhe stie-